Freitag, 14.10.2016

Kapverde Inseln

Von Anneli

Nach längerem Überlegen, wo in der großen, weiten Welt wir unseren Urlaub verbringen wollten, entschieden wir uns schließlich für die Kapverde Inseln. Das Ziel reizte uns, weil wir noch nicht so viel davon wussten, weil es tolle Natur geben sollte und es das erste afrikanische Land wäre, das wir besuchen. Da wir vorab nicht so viele Reiseberichte zu dem Land gefunden habe, habe ich mich entschlossen, nun noch einmal diesen Blog zu nutzen.

Wir entschieden uns, die Reise über eine lokale Reiseagentur organisieren zu lassen. Wir hatten Lust auf eine entspannte Reise, bei der wir nicht mehr alles vor Ort organisieren müssen und bei eventuellen Unzuverlässigkeiten der Verkehrsmittel vor Ort für Umbuchungen der Hotels gesorgt werden würde. Dennoch konnten wir uns die Reise genauso zusammenstellen, wie wir das wollten.

Die Kapverden bestehen aus insgesamt neun bewohnten Inseln, die miteinander entweder durch regelmäßige Flüge oder Fährverbindungen verbunden sind. Außerdem gibt es noch unregelmäßige Fährverbindungen zwischen den Inseln, die sich aber wohl nicht an einen langfristigen Fahrplan halten. Wir entschieden uns, drei der neun Inseln zu besuchen: Die Insel mit der Hauptstadt Santiago, die Vulkaninsel Fogo und eine der kärgeren Inseln mit tollen Stränden Maio.

Für den Flug von Frankfurt aus dorthin erwies sich die portugiesische Fluglinie TAP am sinnvollsten, die einen Zwischenstopp in Lissabon macht. Da es keine Flüge gab, die nicht mindestens einige Stunden Zwischenstopp dort machen, entschlossen wir uns, die Zeit zu nutzen und gleich einen ganzen Tag in Lissabon zu verbringen. Und so nahmen wir morgens den ersten Flug ab Frankfurt und in Lissabon die U-Bahn in die Innenstadt.

Schnell mussten wir feststellen, dass wir nicht die einzigen Touristen an diesem Tag in der Stadt waren. Eigentlich wollten wir eine Rundfahrt durch die Stadt mit der Straßenbahn machen, doch die Schlange an der Anfangshaltestelle war über 100 m lang. Nachdem sich 15min nichts getan hatte, überlegten wir uns einen Alternativplan. Wir beschlossen, zur Burg Lissabons hochzulaufen. Auf dem Weg gab es immer wieder Ausblicke auf die Stadt. Nach einigem Suchen fanden wir die Straße, die zum Eingang führte und dort erwartete uns wieder eine lange Schlange. Diese war jedoch zum Glück deutlich schneller abgearbeitet, sodass wir wenige Minuten später die Aussicht  von der Mauer der Burg genießen konnten.

Aussicht vom Castelo de São Jorge  Ausblick vom Castelo de São Jorge Castelo de São Jorge Ausblick vom Castelo de São Jorge

Wir verbrachten einige Zeit damit, die Burg zu erkunden, wobei ich manchmal aufgrund der extrem geringen Brüstungshöhe etwas mit meiner Höhenangst kämpfen musste. Mittags suchten wir dann ein Restaurant, das ich mir vorher herausgesucht hatte. Da ich auf den Kapverden mit einer geringeren Auswahl an vegetarischen Gerichten rechnete, wollte ich die Auswahl in der europäischen Großstadt noch einmal ausnutzen und hatte ein vegetarisches Restaurant mit guter Bewertung herausgesucht. Wir landeten in einem Restaurant, das hauptsächlich veganes Essen hatte, es waren viele verschiedene, frisch gepresste Säfte, Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachtisch zur Auswahl. Es schmeckte zwar einiges etwas ungewohnt, aber es war wirklich sehr lecker.

Straßenbahn Lissabon Straßenbahn Lissabon

Da die Straßenbahnen weiterhin total überfüllt waren ging es weiter zum Hafen und dann zum bekanntesten Aufzug, dem Elevador Santa Junta. Auch dort war wieder eine wahnsinnig lange Schlange, die sich aber leider wieder eher langsam vorwärts bewegte. Also gingen wir zu Fuß den Berg hinauf, was gar nicht lange dauerte. Oben genossen wir das schöne Wetter bei einem Cocktail und stimmten uns auf den weiteren Urlaub ein. Auf dem Rückweg gab es keine Schlange am Aufzug und so nutzten wir ihn doch noch und fuhren herunter. Danach gingen wir noch beim botanischen Garten vorbei und entdeckten dahinter zufällig einen tollen Aussichtspunkt. Dann ging es schon zurück zum Flughafen, wo wir abends nach Praia flogen.

Schlange vor Aufzug Santa Junta Aufzug Santa Junta Aufzug Santa Junta Panorama Aufzug Santa Junta

Aufgrund der Zeitverschiebung kamen wir auch noch abends an, waren aber ziemlich müde und froh, dass am Flughafen ein Fahrer für uns bereitstand. Wir fuhren direkt raus aus der Hauptstadt und rein in die älteste Stadt der Kapverden, die passenderweise auch Cidade Velha genannt wird. Am nächsten Morgen sahen wir, dass die Bezeichnung "Stadt" aus deutscher Sicht etwas übertrieben ist. Es kam uns eher wie ein größeres Dorf vor. Auf der Straße wurden morgens und abends Ziegen entlanggetrieben, die Hühner und Hähne aus dem Nachbarhaus liefen dorthin, wo sie gerade wollten und die Anzahl der Häuser war auch nicht so groß.

Straße in Cidade Velha

Nach dem Frühstück gingen wir in die Stadt und wollten versuchen zu dem Fort "Forte Real São Filipe" auf dem Berg zu laufen. Wir gingen in die grobe Richtung los und wurden direkt von zwei Kindern aufgegabelt, die uns den Weg zeigen wollten. Dieser führte dann zunächst durch, wie es aussah, Vorgärten von Häusern. In dem hatten es sich Schweine mit ihren Ferkeln gemütlich gemacht. Dann ging es einen unbefestigten Weg hinauf zu dem Fort. Dort sahen wir uns einen Film über das Fort an, zuerst auf Portugiesisch mit spanischen Untertiteln, dann auf französisch. Wir hätten ihn auch auf Englisch schauen können, aber erst im dritten Anlauf und da hatten wir schon genug gesehen. Das Fort selbst bot dann einen schönen Ausblick auf die Umgebung.

Forte Real São Filipe Forte Real São Filipe Ausblick vom Forte Real São Filipe

Danach ging es noch weiter zur Kirchenruine Sé Catedral und zur ältesten Straße der Stadt, der Rua Banana. In einem Flussbett gingen wir zu einer alten Klosterruine und am Ende zu einem Restaurant am Meer. Wir ließen uns ein kaltes Getränk und etwas zu Essen schmecken, ich hatte eines der wie ich später herausfand, zwei "typischen" Gerichte für Vegetarier: Omelette. Am Meer verbrachten wir auch den Abend, an dem es ja in der Nähe des Äquators schon recht früh dunkel wird.

Sé Catedral Flussbett bei Cidade Velha

Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt und zum Ausgangspunkt unserer ersten Wanderung gebracht, während unser Gepäck direkt zur Unterkunft gefahren wurde. Die Wanderung mit Guide Jo ging zuerst durch die saftig grüne Landschaft und die Felder, in denen Mais, Bohnen und Kürbis zusammen angepflanzt werden. Die Maispflanzen dienen dabei den Bohnen als Rankhilfen. Der zweite Teil des Weges führte durch verschiedene Ortschaften an der Straße entlang bis nach Rui Vaz. In unserer Unterkunft "Quinta da Montanha" mit fantastischem Ausblick, hatte ich abends das zweite typische vegetarische Gericht hatte: gekochtes Gemüse (Kürbis, Möhren, Kartoffel, Süßkartoffel) ohne Soße o.ä..

Wanderung von Santana nach Rui Vaz Wanderung von Santana nach Rui Vaz Unterkunft

Am nächsten Morgen ging es zur nächsten Wanderung: wir wanderten fast nur bergab durch die Serra do Pico d'Antonia zusammen mit unserem Guide vom Vortag, Joe. Auf dem ersten Teil des Weges begegneten wir nur Feldarbeitern, die oft riesige Mengen Pflanzen oder Äste auf ihrem Kopf trugen. Als wir im nächsten Ort ankamen, war dort gerade Schulschluss bei den kleineren Kindern, die uns alle mit einem fröhlichen oder schüchternen "Olá" begrüßten. Wir gingen noch weiter bis zu einer größeren Straße, wo wir dann ein öffentliches Verkehrsmittel, ein Aluguer anhielten. Das sind Sammeltaxis und die günstigste Möglichkeit, von Ort zu Ort zu kommen.

Eisvogel bei Rui Vaz Wanderung bei Rui Vaz Pico da Antónia

Im nächsten Ort mussten wir umsteigen und Jo setzte uns in das Aluguer zurück nach Rui Vaz. Es war das typische Automodell der Insel, en Toyota Hiace. Dieser stand noch eine Weile rum und als wir dachten, es wäre voll, stieg noch einmal die gleiche Menge Personen dazu, sodass am Ende jeder Platz zweimal besetzt war und die Schulkinder sich gegenseitig auf den Schoß nahmen. So vollgepackt mit 26 Personen ging es los und bevor der erste wieder ausstieg, stieg erst nochmal eine weitere Frau ein. Dann fuhr das Aluguer die Berge hinauf und wir fanden glücklicherweise den richtigen Ort zum Aussteigen.

Am nächsten Morgen ging es dann schon weiter auf die zweite Insel unseres Urlaubs, Fogo. Der Flug war sehr kurz und führte am Ende eine halbe Runde um die Insel herum, wo man einen tollen Blick auf die Vulkanspitze hatte. Die Landung war auf dem winzigen Flughafen in São Filipe, der Hauptstadt der Insel. In die Innenstadt war es dann auch nur eine Fahrt von 5 min.

Den Tag verbrachten wir mit einem Spaziergang durch die Stadt. Außerdem genossen wir bei der Hitze, dass unser Hotel einen kleinen Pool hatte. In der Nacht schüttete es dann heftig. Wir waren in der Regenzeit unterwegs, aber trotzdem war dies der einzige richtige Regen in unserem dreiwöchigen Urlaub, so viel Regen fällt in Deutschland wahrscheinlich in einem viertel oder einem halben Jahr. Am nächsten Morgen regnete es noch und so wurden die Rucksäcke in Plastiktüten gepackt, bevor sie hinten auf das Pickup gelegt wurden. Im Auto lernten wir zwei weitere Deutsche kennen, die zum selben Hotel wollten, Patrice und Judith. Unten war die Sicht noch ok, aber weiter oben kamen wir in die Wolken rein. Der Nebel wurde am Ende noch dadurch verstärkt, dass der Regen auf der noch nicht abgekühlten Lava von 2014 verdunstete. Das letzte Stück Fahrt war etwas beschwerlich, da die ehemalige Straße in den Ort von der Lava verschüttet wurde und nun nur noch eine mit Schlaglöchern versehene Piste am Rand der Lava entlangführt.

Unser Hotel lag dann auf der noch warmen Lava, wodurch man eine kostenlose Fußbodenheizung hatte. Die abgegebene Hitze schwankte allerdings etwas, was man durch den Grad der Lüftung ausgleichen musste - auf der Hochebene des Vulkans war es nachts recht frisch. Durch die Lava wurde auch das warme Wasser und sogar Strom erzeugt. Im Laufe des Tages hörte es auf zu regnen, aber um das Hotel herum gab es noch lange Wasser, dass verdunstete.

Weinberg am Pico do Fogo Pico do Fogo Unser Hotel Casa Marisa 2.0

Den Tag über entspannten wir, denn für den nächsten Tag hatten wir uns die Besteigung des höchsten Vulkangipfels, dem Pico do Fogo vorgenommen. Dieser ist bei einer früheren Eruption entstanden, bei den letzten Ausbrüchen haben sich neue, kleinere Krater gebildet. Früh morgens ging es gemeinsam mit Patrice und Judith los. Der Aufstieg gestaltete sich für Gregor und mich recht beschwerlich, da wir noch nie auf so eine Höhe und so viele Höhenmeter gewandert waren. Wir schafften es allerdings nach einigen Stunden zur Spitze, wo uns leider statt einer schönen Aussicht Nebel erwartete. Oben am Krater entlang liefen wir ein Stück durch den Krater auf die andere Seite. Wegen des Nebels konnte man gar nicht sehen, wie tief es seitlich runterging, was vielleicht ganz gut war. Auf der anderen Seite des Kraters mussten wir dann noch etwas über Geröll runtersteigen, dann kam aber der Teil, der Spaß gemacht hat. Über "Tiefsand" liefen wir in schnellen Schritten runter bis zum Fuß des Kraters, an dem der neue Krater von 2014 liegt. So beschwerlich der Weg nach oben war, so einfach und schnell war der Weg nach unten über den Sand.

Morgens geht der Aufstieg losSchöner Ausblick beim Aufstieg Schöner Ausblick - rechts das Meer Oben am Gipfel des Pico do Fogo ist es nebelig Bereitmachen zum Abstieg - der Pico 2014 ist in Sicht Zuerst geht es über Geröll......dann über Sand nach unten... ...in Richtung Pico 2014 Gregor ist schnell unten

Der neue Krater von 2014 war auch sehr beeindruckend mit vielen verschiedenen Farben, Schwarz-, Gelb- und Rottöne. Von oben konnte man auch gut nachvollziehen, auf welchem Weg sich die Lava beim letzten Ausbruch verteilt hatte. Der Rückweg führte noch durch vom Ausbruch verschonte Weinfelder. Am Ende liefen wir beim Haus unseres Guides vorbei. Dieses wurde 2014 fast komplett verschüttet, jedoch nicht beschädigt. Unser Guide hat es in mühevoller Arbeit Lavabrocken für Lavabrocken wieder ausgegraben. Fließend Wasser oder Strom hat er hier aber nicht.

Farbenspiel am Pico 2014 Verschüttetes und ausgegrabenes Haus

Einige andere Menschen hat es bei dem Vulkanausbruch schlimmer getroffen und ihre Häuser sind zerstört. Teilweise sind aber in den Dörfern auch einige Gebäude nicht weit von den anderen entfernt verschont worden. Da es immer wieder zu Vulkanausbrüchen kommt, unterstützt die Regierung keinen Aufbau von Häusern am Fuße des Vulkans. Wenn die Menschen dennoch in ihr altes Zuhause zurückziehen wollen, müssen sie sich daher selbst helfen.

Am nächsten Tag ruhten wir uns einfach nur aus, denn am Tag darauf hatten wir eine weitere Wanderung vor. Diese ging von unserem Hotel aus über die Hochebene und dann hinunter zum Meer nach Mosteiros. Die Landschaft war sehr schön, durch die Regenzeit war alles grün und gab einen tollen Kontrast zum schwarzen Vulkansand. Weiter unten waren Nebelwolken, aber auf dem Weg war die Sicht immer noch gut. Uns überholten einige Farmarbeiter, manche mit Esel, und wenn sie an einem vorbeieilten kam man sich mit seinen schmerzenden Beinen sehr unfit vor. Was für eine harte Arbeit! In Mosteiros holte uns ein Taxi ab und wir machten noch einen Zwischenstopp an einem der wenigen Badestrände Fogos: Salinas. Den Abend verbrachten wir im kleinen Pool, um unsere Beine zu entspannen und am nächsten Morgen ging es dann schon über Praia auf die dritte Insel unseres Urlaubs, Maio.

Zuerst ist der Weg am Rande der Caldeira relativ eben,... ...und sehr grün Schöne BlumenDer zweite Teil des Weges ist recht steil und führt ebenfalls Nach der Wanderung entspannen wir am Strand.

Beim Anflug auf Maio wunderten wir uns etwas: statt einer wüstenähnlichen Landschaft erwartete uns eine grüne Insel. Hier hatte es wohl wenige Tage zuvor fast 1000mm geregnet und alles ergrünen lassen. In Maio wollten wir eine Woche bleiben und wohnten in der Pension von Elisabeth, einer deutschen Auswanderin. Dort gab es jeden Morgen herrliches Frühstück und viele Tipps, was man auf der Insel unternehmen kann. Zusammen mit Cordula, die auch bei uns wohnte und Theresa und ihren Eltern aus dem Nachbarhaus unternahmen wir an einem Tag eine Rundfahrt über die Insel, bei der uns Elisabeth viele schöne Orte zeigte. An den anderen Tagen verbrachten wir die Mittagszeit meist im Schatten im schönen Garten von der Pension, machten Ausflüge in die Hauptstadt, Vila do Maio und verbrachten die meisten Abende in der Strandbar, wo es in der Happy Hour leckere Caipirinhas für 1,10€ gab. Da es nur zwei Flüge pro Woche nach Maio gibt, kannte man bald viele Touristen vom Aussehen und auch einige der sich in Maio niedergelassenen Auswanderer aus verschiedenen Teilen der Welt. Zweimal unternahmen wir einen Strandspaziergang, jedoch hatten wir auch Respekt vor der starken Hitze.

Willkommen auf der Insel MaioBaden im Meer vor Maio Baden im Meer vor Maio BrandungCaipirinha Das Fort von Vila do Maio Die Küste von Vila do Maio Der Strand von Vila do Maio Der Strand von Vila do Maio Inselrundfahrt Inselrundfahrt Inselrundfahrt - Kuhfußball Inselrundfahrt Inselrundfahrt - Feigenbaum Inselrundfahrt - Perlhühner Inselrundfahrt - Schildkröte Spaziergang zum StrandStrandspaziergangStrandspaziergang - Ponta PretaStrandspaziergang - Westküste

Eine Woche war schnell rum und dann ging es zurück nach Santiago, wo wir die letzten vier Tage im Norden am Meer in Tarrafal verbringen wollten. Wir genossen den Abend am Strand und organisierten uns bei Sabadi aventura gleich noch eine Wanderung in der Serra Malagueta. Über Sabina könnten wir uns im Hotel Casa Strela auch Schnorchelausrüstung ausleihen und so erkundeten wir das Meer, an Stellen, die sie uns empfohlen hatte. Am nächsten Tag fuhren wir das erste Mal selbst organisiert mit dem Aluguer. Sabina hatte uns beschrieben, wie wir damit zu dem ältesten Baum der Insel kommen, dem Poilon. Tatsächlich haben wir ihn auf eigene Faust gefunden. Da er in einem Tal liegt, quälten wir uns danach den Berg wieder hinauf und gingen weiter in den größten Ort in den Bergen, Assomada, wo wir noch über den weit ausgedehnten Markt liefen. Die Rückfahrt war danach sehr schnell organisiert, auch wenn wir einmal von einem in ein anderes Aluguer umgesetzt wurden, da wir bei uns die einzigen waren, die bis nach Tarrafal wollten.

Der Strand von Tarrafal Schwimmen am Strand von Tarrafal Schwimmen am Strand von Tarrafal Schnorcheln am Strand von Tarrafal Höhle bei TarrafalAbstieg zum Poilon Poilon - der älteste Baum der InselPoilon - der älteste Baum der Insel

Kurzfristig stellte sich heraus, dass Cordula auch in Tarrafal war und so kam sie mit auf die Wanderung. Generell sah man öfter Touristen, die man vorher schon an einem anderen Ort gesehen hatte, insgesamt sind die drei von uns besuchten Inseln einfach nicht so von Touristen überlaufen.

Bei der Wanderung hatte ich leider etwas Magenprobleme, aber ich bin froh, diese wunderschöne Landschaft gesehen zu haben. Wir liefen nur auf kleinen Wegen entlang, und da die nächsten Straßen weit weg und wenig befahren waren, war es sehr ruhig. Unser Guide Adi kannte alle Leute, die im Feld arbeiteten und erzählte uns viel über Landwirtschaft und den Alltag der Menschen hier. Viele Kinder müssen z.B. jeden Tag eine Stunde durch die Berge laufen, um zur Schule zu kommen. Und abends wieder zurück - in der Grundschule. Als wir schließlich bei einer Straße ankamen, warteten wir auf ein Aluguer und fuhren schließlich auf der Bank hinten auf dem Pickup über eine sehr holprige Strecke nach Tarrafal.

Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta - Eisvogel Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra MalaguetaWanderung in der Serra Malagueta - Anneli mit unserem Guide Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta

Am letzten Tag machten wir zusammen mit Cordula noch eine Bootstour, die wir bei Rosi am Strand gebucht hatten. Sie ist aus Italien nach Tarrafal ausgewandert, betreibt eine mobile Strandbar, ihren kleinen Sohn immer an ihrer Seite,und vermittelt Touren. Unsere wurde von ihrem kapverdischen Freund geleitet, der uns an der Küste entlang auf einem Fischerboot fuhr und uns die Insel aus einer anderen Perspektive zeigte. Auch einen Schnorchelstopp machten wir, nach dem wir uns ohne Leiter zurück ins Boot hieven mussten.

Bootstour BootstourBootstour - Die Kühe haben einen guten Ausblick Bootstour Bootstour - Schnorchelstopp Bootstour - zurück nach Tarrafal

Am Abend aßen wir noch in einer Bar am Meer, bevor wir zum Flughafen abgeholt wurden. Gegen Mitternacht ging der Flug zurück nach Frankfurt, wieder über Lissabon, dieses Mal aber ohne längeren Zwischenstopp. Zurück in Deutschland freute ich mich sehr auf das Essen, aber die Zeit auf den Kapverde Inseln war sehr schön. Vor allem die tolle Natur in den Bergen ist mir sehr in Erinnerung geblieben, aber auch die freundliche und selten aufdringliche Bevölkerung.