Dienstag, 13.01.2015

Hue (Vietnam)

Auf dem Flug von Singapur nach Dubai hatten wir Zeit zum Blog schreiben, daher gibt es heute gleich zwei Beiträge, oben ist der anschließende über Hanoi von Anneli.

Von Gregor

Montags, am 12.01., sind wir erst abends in Hue angekommen. Die Busfahrt hat für die kurze Fahrt vergleichsweise lange gedauert, da wir erst eine Dreiviertelstunde durch Hoi An gefahren sind bis alle Passagiere eingesammelt waren und wir auch unterwegs ständig halten mussten, weil irgendwer noch mitfahren oder ein Paket mitschicken wollte.

Dienstags haben wir uns Fahrräder gemietet um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der letzten Kaiserstadt Vietnams zu erkunden. Zuerst allerdings haben wir im Bahnhof die Zugtickets gekauft für den Nachtzug nach Hanoi. Der nächste Transfer sollte uns nicht nur von A nach B bringen, sondern wir wollten dabei auch gut schlafen. Also haben wir für den Nachtzug zwei Softsleeper gebucht. Dann konnten wir Hue unsicher machen.

Unsere erste Sehenswürdigkeit an diesem Tag war ein altes Kloster etwas außerhalb der Stadt. Es war das Kloster aus dem der Mönch stammte, der sich selbst aus Protest gegen die Unterdrückung von Buddhisten in Vietnam mitten auf einer belebten Kreuzung in Saigon angezündet hat. Dieses Ereignis ging in den 1970ern durch die Presse der ganzen Welt.

Kloster in HueRäucherstäbchen

Von dort aus wollten wir weiter zu einem Tempel radeln. Leider haben wir den aber nicht gefunden, sondern nur untouristisches vietnamesisches Vorstadtleben. Dabei haben einige Kinder an uns ihre Englischkenntnisse ausprobiert und uns wahllos irgendwelche Fragen zugeworfen. Außerdem fand mal wieder wie so oft eine Hochzeit in einem Zelt direkt an, beziehungsweise auf der Straße, statt.

Hochzeitszelt

Die Hauptsehenswürdigkeit in der relativ kleinen Stadt Hue ist der alte Kaiserpalast. Er diente bis 1945, als der letzte Kaiser die Regierungsgeschäfte abgab, den Kaisern mit ihren Beratern als Regierungssitz sowie der kaiserlichen Familie mit den Konkubinen als Wohnsitz. In den Kriegen wurden viele Teile des Palastes zerstört, die erst jetzt nach und nach wieder rekonstruiert und aufgebaut werden. Direkt hinter dem Eingang hat uns ein Elefant begrüßt (Foto extra für Mareike):

grüner Elefant

In dem inneren Bereich, der der kaiserlichen Familie vorbehalten war, gab es mehrere schöne, kleine Pavillons aber auch größere Hallen sowie Gärten.

Pavillon im KaiserpalastHalle im KaiserpalastGarten im KaiserpalastAnneli im Kaiserpalast

Sogar ein eigenes Theater hat sein Platz im Palast und heute gibt es auch wieder Aufführungen.

Bühne im kaiserlichen Theater

Abschließend haben wir in Hue noch die katholische Kathedrale besichtigt. Zu dem klassischen Baustil von Kathedralen, fanden wir, passen die asiatischen Elemente wie der achteckige Turm auch ganz gut.

katholische Kathedrale in Hue

Nach dem Abendessen ging es dann wieder zum Bahnhof, diesmal aber um tatsächlich den Zug zu nehmen, der uns in über 14 Stunden Fahrt durch die Nacht und den Morgen in die Hauptstadt Vietnams, Hanoi, bringen sollte.

Man konnte in den Abteilen tatsächlich immer mal wieder schlafen. Durch das abrupte Bremsen in jedem Bahnhof und das ständige Hupen des Zuges ist man aber immer wieder aufgewacht. Und gefühlt hat er in jedem noch so kleinen Ort auf dem Weg gehalten und es gab alle paar Meter unbeschrankte Bahnübergänge, die Grund zum Hupen boten. Außerdem ist der Zug streckenweise nur in Schrittgeschwindigkeit durch belebte Einkaufsstraßen und direkt über Marktplätze durch die Orte gerollt.

Gegen Mittag sind wir dann in Hanoi angekommen und was wir da erlebt haben, könnt ihr gleich oben weiterlesen.