Berichte von 11/2014

Sonntag, 30.11.2014

Paradies im Südwesten Australiens

Bisher war ich schon von der Australischen Landschaft begeistert, aber der Südwesten hat mich einfach verzaubert. Ich habe dort eine sechs tägige Campingtour gemacht und zum Glück mit 15 Leuten wieder eine nicht ganz so große Gruppe gehabt. Die große Gruppe kam allerdings erst am Ende des ersten Tags zusammen, die drei Leute von Adelaide kamen und schon vier Tage unterwegs waren und der Rest aus Perth kam. Die Tourorganisatoren haben wohl im Moment etwas knapp Tourguides und daher musste jemand externes am ersten Tag einspringen und uns zu den anderen fahren. Normalerweise hätten wir erst am zweiten Tag zu den anderen kommen sollen, uns am Nachmittag noch einen anderen Nationalpark ansehen und dann dort in der Näher campen sollen, aber so mussten wir das auslassen um möglichst schnell zu dem Guide von den anderen drei Leuten zu kommen. Am ersten Tag sind wir daher nur 800km gefahren und die einzige wirkliche Attraktion war der „Wave Rock“, ein Felsen, der wie eine Welle geformt ist. Außerdem haben wir noch einen Hundefriedhof gesehen…

Wave Rock

Als es dunkel wurde kamen wir endlich in unserem Camp an, das im Cape le Grande Nationalpark direkt an der Lucky Bay lag. Beim Einschlafen konnte man das Wellenbrechen hören. Da es dunkel war, haben wir den Strand am Abend noch nicht gesehen, aber als ich um 4:15 Uhr aufwachte, weil es taghell war, ging ich zum Strand runter und kam genau rechtzeitig zum Sonnenaufgang. Es war etwas bewölkt, aber trotzdem schön mit der hügeligen Landschaft. Während es heller wurde, konnte man langsam die wahre Schönheit des Strandes sehen: strahlend weißer Sand und türkisfarbenes Meer. Und um das Australien-Erlebnis perfekt zu machen, kamen sogar noch drei Kängurus an der Strand!

Sonnenaufgang am Strand...Kängurus beim Sonnenaufgang am Strand.

Den Tag verbrachten wir mit Wanderungen am Strand und in den Hügeln darum herum. Von einem Hügel hatte man eine tolle Aussicht über die Gegend. Dreimal habe ich auch kurz im Meer gebadet, aber da es hier Frühling ist, war es noch recht kühl. Vor dem Mittagessen habe ich dann nochmal ein Känguru am Strand gesehen, das dort getrunken hat. Vor Menschen hatte es gar keine Angst und ist deshalb nicht weggehüpft, wenn man ihm näher gekommen ist, sondern hat einfach weitergetrunken, sogar wenn man es gestreichelt hat. Nachmittags sind wir dann noch auf den höchsten Berg in der Region gestiegen, von wo aus wir uns den Sonnenuntergang angeschaut haben, der recht schön war.

Klettern für die gute Aussicht auf die Strände am Cape le Grande Nationalpark.Strand am Cape le Grande NationalparkStrand am Cape le Grande NationalparkStrand am Cape le Grande NationalparkStrand am Cape le Grande NationalparkStrand am Cape le Grande NationalparkZutrauliches Känguru am Strand im Cape le Grande NationalparkStrand im Cape le Grande NationalparkStrand im Cape le Grande NationalparkStrand im Cape le Grande NationalparkEchse im Cape le Grand NationalparkSonnenuntergang vom Frenchman Peak

Am nächsten Tag sahen wir morgens noch die Umgebung um Esperance und auch dort waren die Strände wieder atemberaubend. Danach mussten wir wieder recht weit fahren, bis wir nachmittags bei den Stirling Ranges ankamen. Leider waren wir schon recht spät und daher machte unser Guide etwas Stress, dass wir schnell den Berg hinaufsteigen müssen. Ich habe meine Beine noch recht stark von den vielen Wanderungen am letzten Tag gespürt und wollte nicht so schnell hinaufgehen, daher habe ich mich nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke mit drei anderen Mädels einfach in die Sonne gesetzt und die Aussicht von dort genossen. Beim Abstieg ging dann die Sonne unter.

Sonnenaufgang am Strand im Cape le Grande NationalparkStrand bei EsperanceAufstieg in den Stirling RangesAusblick auf die Stirling RangesBergspitze, die ich in den Stirling Ranges nicht ganz bis nach oben bestiegen habeSonnenuntergang an den Stirling RangesSonnenuntergang an den Stirling Ranges

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Albany, der ältesten Stadt Westaustraliens, gegründet 1826. Dort gab es noch einige nette alte Häuser. Wir verbrachten nur wenig Zeit dort um einzukaufen, dann schauten wir uns die Küste in der Umgebung an. Eigentlich sollten wir uns einige tolle Felsen im Meer anschauen, wie zum Beispiel eine Naturbrücke. Leider war die Straße dorthin aber gesperrt, deshalb nahmen wir die nächste Straße in der Nähe und setzten uns für eine Weile an den Strand. Dann fuhren wir noch an den nächsten Strand, wo wir auch baden konnten. Dabei wurde deutlich klar, dass die Zeit der tollen Strände noch nicht vorbei ist. Der zweite Strand sah auch richtig schön aus, allerdings hatte er auch zwei negative Aspekte: Das Wasser war ziemlich kalt (für mich zumindest) und es gab Unmengen Fliegen und auch ein paar Bremsen.

Was man neben der Straße so sieht

Zum Mittagessen fuhren wir an diesem Tag nach Dänemark. Das ist eine kleine nette Stadt an einem Fluss, der wenig später im Meer mündet. Danach ging es weiter zum Tingle Forest, einem Wald mit 70m hohen Bäumen, in dem ein Treetop Walk in 60m Höhe ist. Früher waren alle Wälder in der Umgebung so, aber die hohen, gerade wachsenden Bäume waren sehr attraktiv für die Holzindustrie. Nun sind aber die meiste Restbestände geschützt. Die riesigen Bäume sind unten meistens hohl, das sieht beeindrucken und auch etwas beängstigend aus, wie sie auf der kleinen Fläche stehen. Am Abend sind wir zu einem weiteren hohen Baum gefahren, auf den man hinaufsteigen konnte bis auf eine Plattform in 50m Höhe. Der Baum wurde früher zum Beobachten von Waldbränden genutzt.

Strand bei AlbanyDenmarkGreen Pool StrandTreetop WalkTreetop WalkTreetop WalkTingle TreeBuschfeuer-Beobachtungs-Baum

Noch während wir an dem Baum waren fing es an zu regnen. Bei unserem Camp angekommen war es schon dunkel und es ging so weiter. Nach dem Essen stellten wir die Zelte gar nicht auf, sondern schliefen mit 15 Leuten in der Küche, was recht eng war. Drei weitere Leute hätten allerdings denke ich noch reingepasst, es gab noch etwas Platz auf dem Boden und auf den beiden Tischen. Auch spannend war die Dusche dort, man musste erst Holz hacken, bevor man warmes Wasser haben konnte.

Camp in der Küche

Den nächsten Tag verbrachten wir hauptsächlich damit, leckere Sachen zu essen und zu trinken. In der Region um Margaret River wird ganz viel hergestellt und wir haben einige Sachen ausprobiert. Zuerst hatten wir zwei Weinproben, dann waren wir noch bei einer Schokoladenfabrik und einer Molkerei. Zur Eisfabrik kamen wir leider 5min nachdem sie geschlossen haben. Abends waren wir dann in einem Luxuscamp mit großer Küche, Strom und immer warmen Duschen.

Weinberge bei Margaret RiverSchokoladenfabrik

Am letzten Tag sahen wir noch eine tolle Tropfsteinhöhle. Darin hatten wir eine Führung von einem Halb-Aboriginal, der uns etwas über die Höhle, die damit verbundenen Geschichten der Aboriginals und die traditionelle Kultur der Aboriginals erzählt hat. Er war auch ein guter Didgeridoo Spieler und hat uns drei Lieder vorgespielt, eins davon in der Tropfsteinhöhle. Das war insgesamt sehr interessant!

GruppenfotoNgilgi Caves

Den restelichen Tag verbrachten wir mit Fahren und in Perth angekommen war mit nicht so nach Action, sodass ich nicht mehr mit den anderen weggegangen bin, sondern lieber geschlafen habe. Insgesamt merke ich momentan, dass reisen anstrengend ist und brauche etwas Zeit zum Entspannen.

Samstag, 22.11.2014

Von Alice Springs über Adelaide nach Perth

Im Hostel schlafe ich immer nicht so gut, da eigentlich immer jemand spät schlafen geht oder wegen einer Tour schon um 5:00 Uhr morgens aufsteht. In dem Sinne habe ich es in meiner letzten Nacht in Alice Springs eigentlich ganz gut getroffen, da die letzte relativ kurz nach mir schlafen gegangen ist und die ersten erst um 6:00 Uhr aufgestanden sind. Dennoch habe ich nicht so gut geschlafen und war nach dem Aufstehen noch etwas müde. Morgens habe ich mich von allen Leuten verabschiedet und habe dann auf dem Weg zum Bus einen neuen Adapter gekauft, da ich meinen wohl in einem der Camps vergessen hatte. Dabei habe ich auch noch 20$ irgendwo verloren, sodass mich der ganze Spaß am Ende 20€ gekostet hat… Kann man leider nicht ändern.

Wie schon im letzten Blog gesagt, habe ich im Gegensatz zu allen anderen Leuten von meiner Tour kein Flugzeug genommen. Der Weg nach Perth ist in zwei Teile geteilt, zuerst 20h mit dem Bus nach Adelaide und dann 38h mit dem Zug nach Perth.

Der erste Teil mit dem Bus war ein besonderer Spaß. Am Anfang war alles gut und ich habe noch etwas geschlafen. Es ging durch die Wüste und an dem Tag war es im Gegensatz zu den letzten drei Tagen nicht bewölkt. Beste Voraussetzungen für eine wundervolle Busfahrt, wenn die Klimaanlage ausfällt. Da es draußen mittags 35°C oder wärmer wurde und die Sonne noch schön seitlich auf den Bus geknallt ist, hatten wir ab mittags eine tolle Sauna. Gekrönt wurde das Erlebnis dann noch damit, dass das Trinkwasser im Bus alle war… Das hieß, dass ich mir, nachdem mein Wasser aufgebraucht war, insgesamt 2,5l Wasser gekauft habe, und das musste ich natürlich zu Outback Preisen tun: 6,60€. Ich war unendlich froh, als nach etwa 7 h die Sonne untergegangen ist!

Die Landschaft auf der Busfahrt war teilweise schon recht karg Endlich Sonnenuntergang!

Als ich morgens in Adelaide ankam, habe ich dafür erst einmal ganz schön gefroren, bei nur 15°C. Vom Busbahnhof hat mich ein Couchhost abgeholt, bei dem ich für eine Nacht schlafen konnte. Er hatte auf meine allgemeine Anfrage geantwortet und da er so viele positive Referenzen hatte, habe ich mir gedacht, dass ich es probieren könnte, auch wenn er schon über 50 war. Der Couchhost hatte den Tag relativ für mich durchgeplant, da eine andere Couchsurferin ihn schon gefragt hatte, ob er mit ihr eine Weintour machen könnte.

Direkt nachdem ich ankam ist er mit mir auf einen Aussichtspunkt gefahren und ich hatte einen schönen (kalten) Überblick über Adelaide. Dann sind wir zurück in die Stadt gefahren und haben im Zentralmarkt eingekauft. Dort gab es so viele extrem lecker aussehende Dinge und ich habe mir einen richtig guten Mangojoghurt gekauft. Der Couchhost hat Käse für den restlichen Tag und Obst gekauft, dann sind wir zu ihm gefahren.

Aussicht auf Adelaide

Er wohnt in seinem eigenen Haus, in dem er gerade zwei chinesische Untermieterinnen hatte. Ich hatte erst einmal eine Dusche in dem ziemlich dreckigen Badezimmer, wo überall chinesische Haare rumlagen und es auch sonst so aussah, als wäre das letzte Mal putzen eine Weile her. Dann haben wir gefrühstückt, in der Küche, wo sich das dreckige Geschirr stapelte und es auch sonst recht dreckig und unaufgeräumt war. Das Frühstück war dann aber gut und danach fuhren wir die andere Couchsurferin abholen.

Hui kommt aus Kuala Lumpur, wo ich von Australien aus als nächstes hinfliege, aber leider ist sie dann noch in Neuseeland. Sie war sehr nett und wir hatten einen schönen Tag zusammen. Zuerst waren wir kurz am Strand, dann machten wir drei Weinproben im McLaren Vale. Es war meine erste Weinprobe und sehr interessant, da ich so einmal verschiedene Weine miteinander vergleichen konnte. Die Leute in den Keltereien waren alle sehr nett und wir hatten interessante Gespräche über Wein und anderes.

Informationen über das Weingebiet, in dem wir warenCouchhost und Hui in den Weinbergen Weinberge Weinberge Weinberge

Danach waren wir noch in einem Takeaway zum Abendessen und haben uns den Sonnenuntergang am Strand angeschaut. Der Couchhost erzählte uns von seiner Tochter (16), seiner Scheidung und dass er gerne wieder heiraten würde. Eigentlich dachte er vor kurzem, dass er die passende Frau hatte, eine etwa 30jährige Chinesin, die gerne eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Australien haben möchte und dafür bereit war, 50.000$ in sein Modellbahnunternhemen zu investieren. Das fand er eine ganz großartige Idee, da sie gut aussah und er gerne eine junge gut aussehende Ehefrau hätte, wen auch nur für zwei Jahre. Nachdem der Deal dann nicht klappte, ist sie mit einem Zuhälter weggefahren. Dass der Typ ein Zuhälter ist weiß er, da er den Prostituierten immer unter der Hand sexy Kleidung verkauft. Außerdem meinte er, dass er immer so hübsche junge Couchsurferinnen hat, und wie schön das wäre nach seiner Scheidung. Er würde sich so fühlen, als ob er schon 7 weitere Ehefrauen gehabt habe (bei über 100 Couchsurfern). Ich war ganz froh, dass er so viele positive Referenzen hatte und habe mich daher noch recht sicher gefühlt (es haben ja auch noch drei weitere Personen dort geschlafen), aber alles in allem war ich doch sehr glücklich, am nächsten Tag wieder wegzufahren.

Delfin (wenn auch sehr weit weg) kurz vor dem Sonnenuntergang  Überall waren Möwen Möwe Sonnenuntergang Sonnenuntergang

Vor meiner Abfahrt am nächsten Tag schaute ich mir noch alleine die Innenstadt von Adelaide an. Ich war im South Australian Museum, wo ich mir etwas Aboriginal Geschichte, Skelette von Riesenkängurus und Waranen und Minerale anschaute. Dann ging es weiter in die Art Gallery of South Australia, wo ich mir europäische, australische und asiatische Kunst ansah. Besonders gefiel mir dabei ein Kunstwerk mit Vasen, die von Licht bestrahlt wurden. Aber auch die zeitgenössische Aboriginal Kunst mochte ich wieder sehr. Nachdem es aufgehört hatte zu regnen, ging es noch weiter in den botanischen Garten, durch den ich zum National Wine Center schlenderte, wo ich etwas über die Weinbaugeschichte Australiens erfuhr. Schließlich ging ich noch einmal in den Zentralmarkt, wo ich mich mit Obst und Möhren für die lange Zugfahrt eindeckte. Die Struktur von Adelaide ist sehr interessant, da es überall große Straßen gibt, die laut meines Couchhosts schon bei der Gründung im 19. Jahrhundert angelegt wurden. Sonst ist die Stadt ein bunter Mix aus alten und neuen Gebäude und auch eine kleine Chinatown gibt es.

Museum: Vasen und Licht Museum: Vasen und Licht Frühling: Überall in Adelaide blühten diese Bäume. Manchmal roch es auch richtig nach Frühling (endlich wieder Jahreszeiten!) botanischer Garten botanischer Garten breite Straße in Adelaide Mix aus Gebäuden verschiedener Zeiten altes Gebäude Weihnachten naht!

Abends brachte mich mein Couchhost dann zum Bahnhof, wo ich eincheckte. Irgendwie scheine ich hier komische Leute anzuziehen. Direkt am Anfang der Fahrt nutzte ich die Chance, dass es weiter vorne noch eine freie Doppelreihe gab. Auf der anderen Seite des Gangs saß dann ein Typ, der mich entfernt an Bruce aus „Männerherzen“ erinnert hat. Er hatte eine ähnliche Figur, eine gelbe Hose, ein pinkes T-Shirt und einen hellen Strickpullover darüber an. Seine Fußnägel waren blau und seine Fingernägel rot lackiert und um seine Arme hängen neonfarbige Armringe. Die ganze Zeit hörte er Diskman und hatte eine rote Sonnenbrille an. Dabei redete er immer wieder undeutlich irgendein komisches Zeug vor sich hin…lch war ganz froh, meinen Doppelsitz für mich alleine zu haben J Interessanterweise habe ich ihn am Abend nach der Ankunft (morgens) in Perth nochmal in der Stadt gesehen, wo er seinen Koffer in einem Einkaufswagen herumgeschoben hat. Keine Ahnung, was er gemacht hat.

Der Zug von Adelaide nach Perth ist ganz anders als ein Zug in Deutschland. Abgesehen von der absoluten Hochsaison fährt er nur einmal wöchentlich und auch dann ist er kein Transportmittel, um von A nach B zu kommen. Unser Zug war 634m lang! Mein Wagen war der einzige mit etwa 50 Sitzplätzen, sonst gab es nur Schlafkabinen, bei denen Essen und Ausflüge im Preis inbegriffen sind. Und dementsprechend hoch sind die Preise auch. Für die Ausflüge wird an mehreren Stellen angehalten, zwischen Adelaide und Perth war es zweimal, einmal in Cook (1h) und dann in Kalgoorlie (3,5h). Mir gefiel es ganz gut in meinem Sitzabteil, ich hatte fast einen Meter Beinfreiheit und die Sitze konnte man ziemlich weit runterklappen. Das ist auf jeden Fall gemütlicher als ein Bus oder Flugzeug. Und sogar zwei Gemeinschaftsduschen hatten wir.

Der erste Stopp in Cook dauerte etwa eine Stunde. Zu Hochzeiten (hoch im Sinne von nicht niedrig, mit heiraten hat das nichts zu tun) haben hier noch 200 Leute gelebt, die fast alle irgendwie etwas mit der staatlichen Bahn zu tun gehabt haben müssen. Nachdem diese privatisiert wurde, sind aber viele Leute fortgegangen, sodass dort nun nur noch vier Personen leben. Man kann sich dort also einige Ruinen und einen zugewachsenen Swimmingpool anschauen. Der Ort liegt im Nullarbor Plain, wobei Nullarbor so viel heißt wie „kein Baum“. In Cook gab es einige Bäume, die von den Bewohnern gepflanzt wurden, aber sonst war es auf der Zugfahrt schon beeindruckend anzusehen, wie man manchmal einfach nichts gesehen hat, als eine große weite Ebene mit ein paar Bodenpflanzen. Oder mal einen einsamen Baum. Außerdem habe ich auf dem Weg eine Herde wilder Kamele gesehen, aber mit dem fotografieren war ich relativ spät dran, auf dem Foto kann man sie nur erkennen, wenn man weiß, dass sie da sind. Irgendwo mitten im Nullarbor Plain überquerten wir auch die Grenze zu Westaustralien.

Cook Swimmingpool in Cook Nullabor Plain Kamele (rechts) im Nullabor Plain Nullabor Plain

Die Zeitumstellung zwischen Süd- und Westaustralien beträgt momentan dank kurioser Zeitzonen und Sommerzeit in Südaustralien 2,5h. Die Zeit wurde im Zug allerdings wie bei einem Kreuzfahrtschiff irgendwo im Ozean jeden Tag etwas umgestellt. Wahrscheinlich war auch nicht viel mehr Zivilisation um uns als im Ozean… Insgesamt gibt es in Australien momentan 5 Zeitzonen, von Deutschland aus gesehen +7h, +8.5h, +9h, +9.5h und +10h. Im Winter sind es nur drei, da verlaufen zwei relativ gerade Striche durch Australien, die das Land in Ost-/Westrichtung in drei Streifen teilen. Warum sich der Mittelstreifen bei der Einführung der Zeitzonen  überlegt hat, eine halbe Stunde aufzuschlagen weiß ich nicht, aber ich finde es sehr kompliziert beim umrechnen der Zeit. Um das alles noch etwas komplizierter zu machen, gibt es in Südaustralien und New South Wales (Südosten) Sommerzeit, in den Nordaustralien und Queensland (Nordosten), sowie Westaustralien aber nicht. Das macht das Chaos für mich perfekt.

Zeitzonen Australien

Am Abend machten wir dann noch in Kalgoorlie. Das ist eine Goldminenstadt und für 80$ hätte man sich die Goldminen auch anschauen können. Ich nutzte lieber meine Zeit, die ich Internet hatte und buchte mein Hostel und verschickte einige überfällige E-Mails, die ich während der Zugfahrt geschrieben hatte. Neben dem Reisen versuche ich irgendwie zu organisieren, meine Masterarbeit ab April in einem Unternehmen zu schreiben und das ist ganz schön kompliziert, wenn man nur so unregelmäßig Internet hat. Vor Kalgoorlie hatte sich die Landschaft schon wieder geändert, alle Felder waren voll mit sehr großen Bäumen, so große hatte ich vorher in Australien noch nicht gesehen (außer im botanischen Garten oder so, aber nicht in der „normalen“ Natur).

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war die Landschaft schon wieder anders. Zuerst fuhren wir an Weizenfeldern vorbei, dann wurde es bergig. Schließlich erreichten wir Perth. Ich hatte mir ein Hostel ausgesucht, zu dem ich vom Bahnhof aus laufen konnte und das kostenloses Internet hatte. Das Internet erwies sich als nicht besonders gut, aber was solls. Nach dem Wäsche waschen und duschen bin ich noch in die Innenstadt von Perth gefahren, war aber heute irgendwie etwas unlustig. Museen hatte ich irgendwie gerade genug gesehen, der große Park war so weit entfernt und als ich entdeckte, dass es in der Stadt kostenloses WLAN gibt blieb ich erst einmal eine Weile auf einer Parkbank sitzen. Abends ging ich dann noch zum Flussufer runter, wo ich während des Sonnenuntergangs skypte. Dabei bin ich dann ganz schön durchgefroren, es waren nur noch 17°C bei starkem Wind.

Perth Perth

Morgen früh geht es dann schon weiter auf die nächste Tour in den Südwesten Australiens 

Montag, 17.11.2014

Das rote Zentrum

Der dritte Teil von der ersten Tour ging in das rote Zentrum von Australien. Das ist, was viele Deutsche außer Sydney mit Australien verbinden. Die Tourgruppe ist deutlich größer als vorher, wir sind insgesamt 23 Leute und es ist deutlich unpersönlicher als vorher. Außerdem ist das Zentrum eine der größten Touristenattraktionen, dadurch kommen auch einige Leute für ein paar Tage hierher, die in Australien leben und dann weniger den Kontakt zu anderen Reisenden suchen. Außerdem sind insgesamt überall viel mehr Touristen unterwegs, davor war es deutlich ruhiger. Das mekrt man auch daran, dass es im Outback beim Uluru Handyempfang gibt, den hatte ich sonst nur in Orten mit mindestens ein paar hundert permanenten Einwohnern.

Das rote Zentrum hat im Moment schon keine Hochsaison, da es schon über 40°C heiß werden kann und dann zu anstrengend ist, einige Wanderungen zu machen. Im Hostel hatten wir schon Leute getroffen, die die Tour gerade gemacht hatten und sie hatten uns erzählt, dass die Wanderungen ganz schön heftig waren. Auf unserem Weg zum Uluru hat es dann aber geregnet und auch die nächsten Tage war es immer bewölkt. Bei 25°C habe ich schon etwas gefroren, als es nachts 17°C kalt wurde war mir richtig kalt. Das hatte ich aber auch seit 5 Monaten nicht mehr. Zum Glück hatte ich mir in Darwin einen Schlafsack gekauft. Zum Wandern war es mit Wind sogar immer noch kalt, aber mit Pullover war es dann ganz angenehm. Auf jeden Fall besser, als über 40°C.

Am ersten Tag der Tour mussten wir erst mal ganz schön weit fahren bis wir bei unserem Camp nahe des Uluru Felsens waren. Nach einigem Warten auf die Leute, die auf dem Flughafen in der Nähe angekommen waren und dem Mittagessen ging es dann los zu dem berühmten Felsen. Der Uluru ist für die Aboriginals in der Region sehr wichtig und es gibt sehr viele heilige Orte dort. Da die Aboriginals wollen, dass man diese Orte nur vor Ort erleben kann, darf man an einigen Stellen um den Felsen sogar gar keine Fotos machen. Zuerst haben wir von einem Aussichtspunkt aus Fotos gemacht, dann sind wir etwa 6 km an dem Felsen entlanggelaufen. Besonders schön fand ich dabei die Farben, das kräftige Rot des Felsens und der Erde, das gelbe Gras, die grünen Bäume und das Blau des Himmels (es ist etwas aufgeklart).

Für viele Leute ist wohl die einzige Attraktion hier das Besteigen des Ulurus, obwohl die Aboriginals das aus verschiedenen Gründen nicht gerne haben. Zum einen, da er ein heiliger Ort ist und sie ihn selbst nicht besteigen. Außerdem sterben dabei immer wieder Menschen und dann fühlen sie sich als Besitzer des Landes schuldig. Weiterhin gibt es auch Umweltprobleme, viele Leute müssen oben auf dem Felsen auf die Toilette und suchen sich irgendein Loch im Felsen. Das zerstört aber das natürliche Gleichgewicht in dem dort noch vorhandenen Wasser, wodurch viele Tiere dort absterben. Unser Guide hat uns all das erzählt und wir waren auch noch im Kulturzentrum am Uluru, wo die Aboriginals einen auf Informationstafeln bitte, nicht den Felsen zu besteigen. Ich glaube nicht, dass irgendjemand aus der Gruppe das dann noch machen wollte, auf jeden Fall hat es keiner getan. Insgesamt besteigen aber wohl über 20% der Besucher den Uluru, weshalb ein zu großer Einbruch des Tourismus befürchtet wird, falls es verboten wird.

Uluru Landschaft um den Uluru Landschaft um den Uluru Uluru Die Gruppe von Leuten von dem vorherigen Teil der Tour, v.l.n.r. Maria (Irland), Karin (Niederlande), Amandire (Frankreich), ich, Sonja (Niederlande), Anders (Dänemark), Caroline (Frankreich), Hjelte (Dänemark)

Den Sonnenuntergang konnten wir uns dann von Camp aus anschauen. Da es sehr bewölkt war, bin ich aber nach einiger Zeit zum Camp zurückgegangen und habe geduscht. Was ein Fehler war, denn ich habe anscheinend einen atemberaubenden Sonnenuntergang verpasst… Zumindest war der Sonnenaufgang aber auch schön, den habe ich am nächsten Morgen gesehen (was bedeutete, um 4:30 Uhr morgens aufzustehen). Gegen 6:15 Uhr nach dem Sonnenaufgang sind wir dann zu Kata Tjuta gefahren, einem anderen Felsen mit mehreren Runden Köpfen. Dort sind wir fast 10km gewandert und hatten immer wieder tolle Ausblicke. Als wir beim Bus ankamen konnten wir es kaum glauben, dass es noch nicht einmal 10:00 Uhr morgens war.

Sonnenaufgang am Camp Sonnenaufgang am Camp (Kata Tjuta) Sonnenaufgang am Camp (Uluru) Sonnenaufgang am Camp (Uluru) Sonnenaufgang am Camp Kata Tjuta vom Camp aus am Morgen Kata Tjuta Kata Tjuta Kata Tjuta Kata Tjuta

Wieder sind wir einige Stunden gefahren und haben zwischendurch Stopps zum Beine ausstrecken mit Blick auf den Mount McConnor (oder so), Mittagessen und Feuerholz sammeln gemacht. Nachmittags kamen wir dann auf unserem Campingplatz auf der Kings Creek Station an. Dort gibt es auch einen Pool, was normalerweise eines der Highlights ist, aber uns war es bei dem regnerischen, bewölkten Wetter einfach zu kalt. Abends wurde dann das Essen über dem Feuer draußen gekocht und wenn es nicht gerade geregnet hat, haben wir uns am Feuer gewärmt. Nach dem Essen sind auch noch vier Leute aus unserer ersten Gruppe gekommen, die eine andere Tour gemacht haben, aber in der Nacht auf demselben Campingplatz geschlafen haben. Ich habe mich sehr gefreut, sie wiederzusehen, es ist etwas verrückt, aber nach nur ein paar Tagen kann man sich an nette Leute aus seiner Gruppe ganz schön gewöhnen.

Sanddüne mit Mt McConnor (oder so) im Hintergrund LagerfeuerLagerfeuer

Am dritten Tag sind wir natürlich auch wieder früh aufgestanden und um 6:00 Uhr morgens zum Kings Canyon gefahren. Der liegt im Watarrka Nationalpark und man kann auch dort schön wandern. Gegen 6:30 Uhr waren wir dort und mussten zuerst einmal den „Heart attack Hill“ erklimmen. Bei unserem Wetter war das nicht so tragisch, aber bei heißerem Wetter hat er sich den Namen mit einigen Herzanfällen verdient. Nachdem wir erst einmal oben waren, war es überwiegend flach (bis auf die 63 stairs of death ;)) und wir sind durch wunderschöne Felsformationen und vorbei an Klippen gewandert. Das war nochmal ein großes Highlight der Tour und ich denke nun, dass es genügend tolle Dinge gibt, die man in der Region machen kann und wirklich nicht unbedingt den Uluru besteigen muss.

Heart Attack Hill, Watarrka Nationalpark Unser dritter Guide, Watarrka Nationalpark Fossilien, Watarrka Nationalpark Watarrka Nationalpark Ich, Watarrka Nationalpark Watarrka Nationalpark Watarrka Nationalpark Watarrka Nationalpark: Steile Klippen mit leichtsinnigen Menschen, da bricht auch hin und wieder ein großes Stück ab, so zum Beispiel letztes Jahr

Um kurz nach 10 Uhr waren wir dann wieder beim Parkplatz. Von dort aus hat es noch fast sieben Stunden gedauert, bis wir zurück in unserem Hostel in Alice Springs waren. Auf dem Weg haben wir auch 15 Minuten bei einer Kamelfarm angehalten, die gibt es wirklich viel hier. Unser Guide meinte, es gäbe in Australien mehr wilde Kamele als in Ägypten (vermutlich aber weniger insgesamt, davon hat er nichts gesagt). Einige Leute aus der Gruppe waren noch in demselben Hostel wie wir und so kochten wir abends zusammen und genossen die letzte gemeinsame Zeit. Am nächsten Tag ging es dann für alle weiter woanders hin, nach Cairns, Sydney, Melbourne oder Perth. Auch für mich ging es in Richtung Perth, allerdings war ich die einzige von den 23 Leuten auf der Tour, die nicht geflogen ist. Daher brauche ich fünf Tage bis ich nach Perth kommen statt einem und habe noch einen kurzen Zwischenstopp in Adelaide.

Kamelfarm Kamelfarm

Freitag, 14.11.2014

Von Darwin nach Alice Springs

Tag 1

Direkt nach dem Partyabend zum Abschluss der dreitägigen Tour durch die Nationalparks ging es mit der nächsten Tour 1.2 weiter. Los ging es in Darwin und das Ziel war Alice Springs. Die gesamte Länge der Fahrt war etwa 1600 km gefahren. Von der ersten Gruppe waren noch 11 Leute dabei, eine 33ig jährige Irin und ein deutlich älteres niederländisches Ehepaar sind für diesen Teil der Strecke dazu gekommen. Das Ehepaar wusste auch nicht so genau, wie es in unserer Gruppe gelandet ist, aber anscheinend gibt es unsere Tour in etwas komfortabler, nur den Mittelteil gibt es niur einmal. Die ersten und letzten drei Tage haben sie also mit anderen Gruppen gemacht. Der erste Teil der Strecke war sehr ähnlich zum zweiten Tag der ersten Tour. Auf dem Highway gibt es nicht viele Orte und so haben wir an denselben Stellen angehalten.

Der erste neue Stopp war dann bei der Mittagspause bei den Edith Falls. Einen Kilometer mussten wir dort hinlaufen, dann konnten wir uns bei einem schönen Wasserfall abkühlen. Später waren wir dann noch bei den Katherine Gorges. Dort hat es geregnet, wodurch ich das erste Mal seit 4 Monaten nassgeregnet wurde. Es war ziemlich warm und ich habe das Gefühl von dem Regen genossen. Als wir bei einem Aussichtspunkt waren hat es auch noch angefangen zu gewittern, daher sind wir zurück zum Auto gegangen. Schwimmen konnten wir im Fluss dann leider nicht, aber da es durch den Regen abgekühlt ist (nur noch 29°C) hatten wir eh nicht so das Bedürfnis dazu.

Der Campingplatz abends bei Katherine war dann auch ziemlich nass und schlammig, aber zumindest hatten wir das Glück, nicht draußen schlafen zu müssen, da die Zelte leer waren. Auf dem Campingplatz sind überall Wallabies rumgelaufen und auch einen ziemlich großen Frosch (länger als 10 cm) habe ich gesehen.

Edith Fall Edith Fall Edith Fall Katherine Gorge

Tag 2

Den zweiten Tag starteten wir wieder früh und fuhren erst einmal für über eine Stunde mit dem Bus. Direkt nach dem aufwachen, gegen 8:30 Uhr sind wir dann zum Aufwachen in den Mataranka Thermal Pools schwimmen gegangen. Wenn man sich dort auf dem Wasser hat treiben lassen, hatte man einen schönen Blick auf die Palmen. Nach dem Schwimmen bin ich noch etwas durch den Wald dort gelaufen. Der war in einem sehr feuchten Gebiet und sah daher ganz anders aus als die Wälder sonst am Straßenrand.

Sonst sind wir an dem Tag sehr viel Bus gefahren, mit einigen Stopps bei Tankstellen. Mittags haben wir im Dalys Water Pub gegessen. Dort war es schon sehr heiß und der Pool dort hat uns geholfen, etwas abzukühlen. Besonders schön war auch das Schild, wo der nächste MC Donald’s ist. Außerdem waren wir noch in einem Zoo, wo es ein zahmes Wallabie und einen kuscheligen Kakadu gab. Bei der Ankunft am Camp haben wir die Sonne hinter einem Hügel untergehen gesehen. Geschlafen haben wir nachts dann das erste Mal draußen unter den Sternen und dem Mond in einem Swag (Eine Art Schlafsack mit Matratze unten drin). Auf dem Campingplatz gab es auch eine unbenutzte Toilette, die von Baumfröschen benutzt wurden, die waren cool.

Mataranka Pool Blick vom Pool nach oben Fluss bei Mataranka Wald bei Mataranka Find the Wallaby Zahmes kuscheliges Wallaby Kuscheliger Kakadu Pool beim Mittagessen nächster MC Donalds Road Train: Diese Die Landschaft hat sich geändert, weniger große Bäume am Straßenrand Sonnenuntergang aus dem Auto Sonnenuntergang am Camp hinter dem Hügel Sonnenuntergang auf dem Hügel am Camp. Die Entfernung von Perth glaube ich aber nicht... Unser Camp Froschtoilette Mondscheinnacht

Tag 3

Nach dem Sonnenaufgang am Camp sind wir früh wieder weitergefahren. Auch der dritte Tag wurde von der Busfahrt dominiert. Vormittags waren wir noch bei den Devil’s Marbles, runden Steinen, die aufgetürmt in der Landschaft rumliegen. Durch Erosion sind einige Steine in zwei Teile zerbrochen. Zum Mittagessen waren wir wieder in einem Pub, wo ganz viele Dinge aus verschiedenen Ländern gesammelt werden, so z.B. auch die Wappen von Niedersachsen und Hessen. Kurz vor Alice Springs haben wir dann den Südlichen Wendekreis überquert, von daher wird die Sonne in den nächsten drei Wochen definitiv nicht mehr über mir im Zenit stehen 

Sonnenaufgang Sonnenaufgang Devil's Marbles Unser Bus vor den Devil's Marbles Unsere Reisegruppe im Pub Straße - noch weniger Bäume Es ist heiß geworden! Tropic of Capricorn - Südlicher Wendekreis

Am Tag nach dem zweiten Teil der Tour hatten wir einen Tag in Alice Springs. Den habe ich vor allem im klimatisierten Raum verbracht, Wäsche gewaschen, Leute angerufen, E-Mails und Blog geschrieben und mich mit den anderen Leuten von meiner Tour unterhalten. Also quasi fast ein Alltag-Tag.

Montag, 10.11.2014

Mary River, Kakadu und Litchfield Nationalparks

An meinem dritten Tag in Australien, am Samstag, bin ich auf meine erste von drei Tour gefahren. Die erste Tour besteht quasi nochmal aus drei einzelnen Touren, die man als Paket buchen konnte. Tour 1.1 war drei Tage lang, ging von Darwin nach Darwin und führte durch die drei Nationalparks „in der Nähe“ von der Stadt. In der Nähe ist relativ, insgesamt haben wir an den drei Tagen 1300 km zurückgelegt.

Wir waren 18 Leute in unserer Gruppe, die insgesamt recht jung war (19-32). Ich hatte erwartet, dass es sehr viele junge Leute geben würde, die nach der Schule Work and Travel machen, aber davon gab es gar nicht so viele. Die meisten waren ungefähr in meinem Alter oder älter und sind entweder nur gereist oder haben auch gearbeitet. Es gibt wirklich viele Leute, die zu einem späteren Zeitpunkt nochmal eine Auszeit nehmen und für ein Jahr nach Australien fliegen. Und die beiden Italiener in der Gruppe haben schon fast zwei Jahre Work and Travel hier gemacht!

Die Landschaft auf der Fahrt sah eigentlich immer ähnlich aus, roter Sand neben der Straße und an den Seiten Bäume und einige Büsche und Gräser.An vielen Stellen haben die Bäume einen schwarzen Stamm, daran sieht man, dass es einen Waldbrand gab. Der Brand gibt den Pflanzen neue Nährstoffe (aus den verbrannten Büschen und Gräsern) und danach wächst alles schnell wieder sehr fruchtbar nach. Die Samen von den Bäumen öffnen sich sogar nur bei einem Brand. Der Brand ist unausweichlich und statt ein unkontrolliertes Feuer zu haben, haben die Aboriginals schon seit vielen tausend Jahren ein System zum Abrennen entwickelt. Basierend darauf wird heute der Wald von Helikoptern abgeflogen und von oben wird geschaut, welche Abschnitte abgebrannt werden sollten. Im Durchschnitt wird jeder Teil alle zwei Jahre abgebrannt.  Manchmal hat man am Straßenrand ein paar Tiere gesehen, aber insgesamt lud die Fahrt sehr zum schlafen ein.

Unser Bus bei einer Pause Kakadu oder so bei einer Pause

Parkplatz am Mary River mit typischer Landschaft

Mary River Nationalpark

Am ersten Tag wurde ich um 6:40 Uhr im Hostel abgeholt. Das war relativ hart, insbesondere, da ich erst wenige Tage hier war und es in Bali erst 5:10 Uhr war… Zuerst ging es zum Mary River Nationalpark auf den Mary River, wo wir eine eineinhalbstündige Bootsfahrt hatten. Die Stelle von dem Fluss ist ein Billabong, was so viel heißt wie „immer Wasser“, es ist also einer der wenigen Orte, die in der Trockenzeit nicht austrocknen und somit ein Rückzugsort für viele Tiere in dieser Zeit. Die Regenzeit hat gerade erst angefangen und die Bäume haben überall schon wieder etwas Regen abbekommen, aber momentan ist noch nichts überschwemmt. Der Fluss hatte aber immer noch viel Wasser und war sehr schön. Wir haben richtig viele Vögel gesehen und auch ein Salzwasserkrokodil, aber nur aus so 100 m Entfernung. Unser Boot war dann doch ein zu großes Tier und daher hat sich das Krokodil verzogen, als wir näher gekommen sind. Die Namen von den Vögeln konnte ich mir leider nicht merken, deshalb gibt es hier nur Bilder ohne Namen.

großer Vogel ;) RaubvogelVogel, dessen Federn nicht wasserabweisend sind und der sich deshalb mit ausgebreiteten Flügeln in die Sonne stellen muss um zu trocknen weißer Vogel schwarzer fliegender Vogel Bäume am Mary River Bäume und Seerosen am Mary River Schönes Wetter große Vögel Lotus-Effekt (wasserabweisend) Lotusblüten rote Libelle Krokodil

Kakadu Nationalpark

Mittags sind wir dann in den Kakadu Nationalpark reingefahren, dem größten Nationalpark Australiens (fast so groß wie Hessen). Das Land des Nationalparks gehört seit einigen Jahren wieder den Aboriginals. Im Nationalpark gibt es daher einen Verwalter für die Natur und für die Kultur. Auf dem gesamten Gebiet sind viele alte Felsmalereien und heilige Orte. Zuerst waren wir im Visitor Center, wo man etwas über die Natur und Kultur lesen konnte. Nachmittags sind wir dann noch nach Ubirr gefahren, wo es viele alte Felsmalereien sind, ein paar sind sogar schon mehrere 10.000 Jahre alt. Dort konnte man außerdem auf einen großen Felsen steigen und eine 360° Aussicht genießen.

Abends sind wir dann das erste Mal campen gegangen, aber relativ komfortabel mit Hütten, in denen Betten standen. Strom gab es allerdings nur in der Küche, ein Ventilator wäre bei der Hitze nett gewesen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter im Kakadu Nationalpark. Morgens sind wir zu den Gunlom Falls gefahren, dort kann man zu dem Ursprung der Wasserfälle hinaufsteigen und mit sehr schönem Ausblick und ohne Krokodile baden gehen. Am Nachmittag haben wir dann nichts mehr wirklich Interessantes gesehen und nur in zwei Pubs angehalten. Abends haben wir dann in Iglu Zelten geschlafen, die waren so klein, dass ich mit meinen Füßen vorne und hinten angestoßen bin… Zum Glück hat es nicht geregnet.

Eingang zum Kakadu Nationalpark Felsmalerei in Ubirr Felsmalerei in Ubirr Felsmalerei in Ubirr Unser Guide Tom beim Erklären der Felsmalereien Ich auf dem Felsen mit gutem Ausblick (Ubirr) Ausblick über die Landschaft (Ubirr) Ausblick über die Landschaft (Ubirr) Aufstieg zu den Pools in GunlomNatürlicher Pool und Wasserfall bei Gunlom Ausblick vom natürlichen Pool in Gunlom Ausblick von Gunlom Ich im Pool in Gunlom Dort wo der Wasserfall nach den Pools unten endet gibt es Süßwasser- und in der Regenzeit auch Salzwasserkrokodile

Litchfield Nationalpark

Den dritten Tag haben wir komplett im Litchfield Nationalpark verbracht. Dort gibt es sehr viele Wasserfälle und Badestellen, wir haben einige davon gesehen und das baden genossen. Zuerst waren wir allerdings an einem Ort, an dem es zwei Arten von Termitenbauten gibt. Eine Art Termiten baut ihr Nest in Form einer Kathedrale, die an diesem Ort etwa 3m hoch waren. Die Temperatur-Regulierung im Bau funktioniert mit natürlicher Belüftung, oben geht die heiße Luft raus und unten die kältere Luft rein.

Die Bauten von der anderen Termiten Art sehen aus wie Grabsteine. Sie sind sehr flach und so ausgerichtet, dass auf die langen Seite morgens und abends die Sonne drauf scheint und mittags kaum Sonnenstrahlung auf den Bau kommt, weil in Nord-Süd-Richtung die flache Seite ist. Dadurch sehen die Bauten aus wie Grabsteine und das gesamte Feld wie ein großer Friedhof. Interessant ist dabei auch, dass sich die Termiten beim Bauen am Magnetfeld der Erde und nicht an der Sonne ausrichten (es wurde mal ein Experiment gemacht, wo um einen Bau das Magnetfeld umgebaut wurde, dann wurde der Bau in die andere Richtug erweitert und sah von oben wie ein Kreuz aus).

Als nächstes waren wir bei den Florence Falls, zwei Wasserfällen, die in einem großen Pool enden. Dann sind wir zu den Buley Rockholes gelaufen, wo wir noch sehr viel Zeit verbracht haben. Obwohl sie sehr klein sind, sind sie auch sehr tief und so konnte man dort reinspringen, was insbesondere die Jungs in unserer Gruppe sehr oft gemacht haben. Als letztes Waren wir dann noch am höchsten Wasserfall im Litchfield Nationalpark, den Wangi Falls. Sie enden in einem See, in dem man auch baden kann. Dort gibt es zwar Süßwasser Krokodile, aber die haben wohl Angst vor Menschen und verziehen sich lieber, wenn man ihnen näher kommt. Nach dem Mittagessen dort ist dann noch ein Wallabie (kleines Känguru) ganz nah zu uns gekommen.

Termiten Termiten Florence Falls Baden bei den Edith Falls Ameise mit grünem Hinterteil. Wenn man sie leckt soll sie nach Limette schmecken (habe ich nicht probiert) Buley Rockholes Wangi FallsWallabie

Abend in Darwin

Abends haben wir uns dann nochmal mit fast der ganzen Gruppe in einem Pub in Darwin getroffen. Dort haben wir günstiges Essen bekommen und auch einigen kostenlosen Alkohol. Unter anderem wurden dort Krabbenrennen veranstaltet. Auf einer runden Platte wurden in der Mitte die Krabben freigelassen und das Team von der Krabbe, die als erstes außen ankommt, gewinnt. Es gab vier Runden, bei denen jeweils das Team von der ersten Krabbe 1,14 L Bier gewonnen hat und sich die schnellsten zwei Krabben für das Finale qualifiziert haben. Wir hatten drei Teams und haben eine Vorrunde und das Finale gewonnen, also gab es reichlich Alkohol. Und dann gab es noch kostenlose Shots... Später gab es dann noch Livemusik, sodass ich erst nach Mitternacht ins Bett gekommen bin. Gut, dass die Tour am nächsten Morgen um 6:30 Uhr losging...

Freitag, 07.11.2014

Australien!

Obwohl ich gar nicht so weit geflogen bin, fühle ich mich "dem anderen Ende der Welt" deutlich näher. Am Anfang des Praktikums hätte ich das nicht gedacht, aber nun bin ich tatsächlich in Australien. Angekommen bin ich in Darwin und zumindest klimatisch war das keine große Umgewöhnung.

Die ersten zwei Nächte bin ich bei Emily und Ross couchgesurft. Die beiden mussten zwar arbeiten, aber Emily hat mir ganz viele Tipps gegeben und mich immer mit dem Auto in die Stadt genommen. Gestern Abend waren wir dann noch zusammen Essen und das war sehr nett. Sie ist auch sehr reisebegeistert und möchte im Januar für ein Jahr in Südamerika reisen.

Erster Tag

Am ersten Tag habe ich erstmal Brot mit Käse gegessen, den hatte ich echt vermisst  In der Stadt bin ich dann ganz viel rumgelaufen. Darwin ist viel kleiner als ich es mir vorgestellt hatte. Bis auf die Vororte kann man eigentlich alles zu Fuß erreichen. Und da ich das zu Fuß gehen auch vermisst habe, habe ich das trotz der Hitze gemacht, wenn auch mit kleinen Pausen im Schatten. Dass es Fußwege gibt ist echt super!

Zuerst habe ich mir eine SIM Karte und einen Adapter organisiert, um für die nächsten fünf Wochen gerüstet zu sein. Dann bin ich zum Hafen gelaufen. Dort lag gestern ein riesiges Kreuzfahrtschiff an, abends ist es dann mit drei sehr lauten Tuten losgefahren. Vor dem Hafen ist ein Bereich erst vor ein paar Jahren neu entwickelt worden. Jetzt gibt es da ganz viele Wohnhäuser, einige Büros, eine Lagune mit Meerwasser und ein Wellenbad. Dass es direkt am Meer ein Schwimmbad gibt hat zwei Gründe: zum Einen gibt es im natürlichen Hafen von Darwin praktisch keine Wellen. Zum Anderen ist das Schwimmen im Meer lebensgefährlich. Dort kann es Krokodile und extrem giftige Quallen geben.

WellenbadVogelÜberblick über das neu entwickelte Hafenviertel mit Meerwasserlagune

Dann bin ich zurück in Richung Coconut Grove gelaufen, zuerst in einem Park am Meer, dann neben einem anderen Park an der Straße und zuletzt habe ich den botanischen Garten erkundet. Dort hat mich Emily auf dem Rückweg von ihrer Arbeit dann wieder eingesammelt. Am Abend sind Emily und ich dann nochmal nach an den Hafen gefahren, wo wie sehr leckeres indisches Essen hatten.

Solche Autos fahren hier überall rum Auf dem Weg zum Botanischen Garten Botanischer Garten Botanischer Garten Botanischer Garten

Zweiter Tag

Heute war ich dann morgens zuerst im Museum. Besonders gut gefallen hat mir die Ausstellung von Aboriginal Art. Die Bilder fand ich echt schön, aber mit den Erklärungen hatte ich noch meine Probleme. Es gibt so viele verschiedene Legenden in ihrer Kultur, da kam ich nicht ganz mit. Insgesamt habe ich auch gemerkt, wie verschieden die Kultur vom Glauben her ist, aber auch faszinierend. Die Kultur hat sich ja über 50.000-60.000 Jahre komplett unabhängig entwickelt. Interessant fand ich auch die Karte mit den Sprachen im Northern Territory. Da sieht man mal, dass es innerhalb der Kultur nochmal ganz viele Kulturen gibt.

Karte mit Sprachen der Aborigines mit Erklärung Aboriginal Bildausschnitt  Aboriginal Bildausschnitt Aboriginal Bildausschnitt Aboriginal Bildausschnitt Aboriginal Bildausschnitt Aboriginal Bildausschnitt

Außerdem war ein Teil der Ausstellung dem Sturm Tracy gewidmet, der 1974 Darwin fast komplett platt gemacht hat, und das an Heiligabend. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen.

Bild vor dem Sturm Bild nach dem Sturm Nachgestelltes Haus nach dem Sturm

Im Museum waren auch viele einheimische Tiere ausgestellt. Unter anderem auch ein Salzwasser-Krokodil, das 5m lang ist. Den Tieren möchte ich in den nächsten Tagen lieber nicht zu nahe kommen...

Salzwasser KrokodilMorgen geht dann meine erste Tour los, zunächst in die Nationalparks hier im Norden. Die ersten Mitfahrerinnen habe ich auch schon kennengelernt. meine beiden Zimmergenossinnen aus Frankreich sind auch dabei. Danach geht es noch ganz viel weiter in Australien, insgesamt werde ich über 5000km fahre. Ich freue mich schon auf alles, was ich sehen werde!

Australien Tour Australien Tour

 

 

Mittwoch, 05.11.2014

Sampai jumpa Bali!

Heute heißt es Abschied nehmen aus Bali. Mittags bin ich zum Flughafen gefahren, vorher hatte ich noch ein Abschiedsessen im Büro. Wir haben wieder Sandwiches selber gemacht  Nun sitze ich am Flughafen und warte auf meinen Flug nach Darwin. Das ist nour etwa 1.800km von hier entfernt (Darwin - Sydney sind übrigens 3.150km) und nach nur etwa 2,5h Flugzeit komme ich in Australien an!

Gestern war schon ein Abschiedstag, abends bin ich zusammen mit meinen Kollegen Essen in meinem Liebslings Restaurant auf Bali gegangen, wo ich mein wahrscheinlich 30. Gemüse Curry hatte. Es war ein sehr schöner Abend!

Abschiedsessen: Puji, Adam, Kalo, Julio, Matthieu Abschiedsessen: Lidiya, Stefan, Bogusz Abschiedsessen: Casey und Puji 

Heute Morgen habe ich dann quasi noch Aschied vom Strand genommen. An meinem ersten Wochenende hier habe ich mir den Sonnenaufgang am Strand zum ersten Mal angeschaut, heute zum Abschied zum zweiten Mal. Es war sehr schön und Puji war auch mit dabei.

letzter Sonnenaufgang in Sanurletzter Sonnenaufgang in Sanur, die Sonne kommt raus letzter Sonnenaufgang in Sanurletzter Sonnenaufgang in Sanur letzter Sonnenaufgang in Sanur: PujiMorgen-Opfergabe am Strand

147 Tage habe ich auf Bali verbracht und dabei einiges lieben gelernt und manche Dinge hinnehmen müssen, die ich weniger angenehm fand. Einiges hat sich geändert während der 5 Monate, z.B. sind es jetzt 7 Stunden Zeitunterschied nach Deutschland, die Sonne steht mittags jetzt im Süden statt im Norden und der Wind kommt fast immer aus dem Osten statt aus dem Westen.Außerdem ist es im letzten Monat heißer geworden, aber Regenzeit ist immer noch nicht. Dass es keine Jahreszeiten gibt setzt auch mein Zeitgefühl ziemlich außer Kraft und ich kann es kaum glauben, dass jetzt schon 5 Monate rum sind.

Zum Abschluss meiner Zeit auf Bali kommt hier nun noch einmal eine bebilderte Auflistung, was für mich typisch für die Insel ist, was ich mag und woran ich mich schwerer gewöhnen konnte. Und welche Orte ich am schönsten fand.

Ich mag nur bedingt:

Den Verkehr. Auch wenn ich es inzwischen schon fast angenehm finde ohne die vielen Regeln. Man muss nicht über Regeln nachdenken, sondern vorsichtig fahren und machen, was am sinnvollsten scheint. Und ich glaube nicht, dass in Deutschland in derselben Zeit genausoviele Menschen über die Kreuzung unten kommen würden (Video). Das wird auf jeden Fall wieder eine riesige Umgewöhnung, wenn ich nicht mehr hier bin.

Der viel befahrene etwas chaotische Straßenkreuzung. Wenn man mitten drin ist sieht es weniger schlimm aus als von außen.

Die Hunde, die einem jederzeit vor den Roller laufen könnten.

Hund auf der StraßeUnd Hund auf der großen Straße.

Das kaum vorhandene, nicht zuverlässige öffentliche Verkehrssystem (es gibt zwar Ansätze, aber so richtig funktionieren tun die nicht. Ich habe zum Beispiel einmal 1,5h am Flughafen auf einen Bus gewartet, bis ich dann ein Taxi nehmen musste, weil ich noch einen Termin hatte)

BushaltestelleBlau: Öffentlicher Bus

Die oft nicht vorhandenen oder nicht benutzbaren Gehwege und dass alle jeden Weg mit dem Roller zurücklegen, statt auch mal zu laufen

GehwegGehweg Gehweg?Gehweg GehwegGehweg GehwegGehweg

Die Umweltverschmutzung

MüllSonnenuntergang, im Vordergrund Müll

Nicht artgerechte Tierhaltung (z.B. Kaninchen auf Markt, Hunde teilweise den ganzen Tag angeleint)

Kaninchen auf dem Markt in Candidasa

Müllverbrennung

Müllverbrennung. Sieht und riecht man jeden Tag.Müllverbrennung. Selbst im Nationalpark Bali Barat.

Die Toursimus Projekte, die Teile von Bali zerstören (ich hatte schon von Candidasa und Serangan berichtet, momentan ist es das Mangrovengebiet zwischend dem Festland und der Bukit Halbinsel). Aber ich mag, dass die Balinesen sich dagegen wehren. Und das sogar kreativ.

Widerstand gegen die Landgewinnung im Mangrovengebiet.

Ich mag und werde vermissen:

Die Natur, wie Strände, Reisfelder und Berge. Und überall kommt man innerhalb von wenigen Stunden hin.

Secret BeachAusblick auf das Meer mit dem Agung Vulkan dahinterAnneliAusblick auf den Batur Vulkan und See

Meine Wäsche günstig waschen lassen zu können :)

Die Saftbar direkt beim Büro, wo man für 0,50€ einen frischen Smoothie bekommen kann.

Juice Bar

Erhalt und Ausführung der hinduistischen Traditionen.

Prozession auf der StraßeProzession vor dem Tempel (Pura Ulun Danau Beratan)Die Autos warten schonAuf dem Weg zum TempelDie Opfergaben stapeln sichOpfergaben werden überall ausgelegt: vor dem Haus auf der Straße, am Strand, am Roller...

Barfuß im Büro rumlaufen.

Schuhe vor dem BüroBarfuß

Pool am Büro.

Ansicht von vorneArbeit :)

Meine tollen, aufgeschlossenen Kollegen.

Anneli, Puspita, Puji,CaseyDans Familie, Puji, Bene, Adam, Cece und ichMehrere Kollegen haben sich am Strand versammelt, um die Mondfinsternis zu betrachtenTirtagangga, v.l.n.r. Puji, Casey, Adam, Julio, Puspita, ich

Das gemütliche Sofa im Büro, auf dem ich immer gearbeitet habe, wenn es oben zu ungemütlich oder ich zum müde war. Und manchmal gab es dort sogar Massgen.

Casey arbeitet vor der Couch

Massage in der Mittagspause: Puspita und AdamMassage in der Mittagspause: Puspita und Adam

Die Glastafeln und den Glastisch im Büro, wo man immer seine Ideen und Konzepte aufschreiben kann. Und jede Menge andere Sachen :)

Glastafel im Büro - Mix aus Arbeit und SpaßMeeting-Room: Hier kann man sogar den Tisch beschreiben

Die Korallenriffe und die Wassertemperatur beim Schnorcheln

Schnorcheln 2: am japanischen SchiffswrackSchnorcheln vor der Insel MenjanganSchnorcheln vor der Insel Menjangan

Die Unabhängigkeit beim Roller fahren

Ich auf meinem Roller

Batik Freitag

Batik Fridayv.l.n.r. ich, Adam, Matthieu, Casey, Puspita, Kalo, Puji, Julio

Was außerdem noch typisch ist:

Dass es hier Löcher in den Gehwegen gibt, habt ihr ja schon gesehen. Die gibt es auch am Straßenrand und teilweise sind sie nicht markiert. Die Markierung kommt dann manchmal erst, wenn es zu spät ist.

letzte Woche gegenüber vom Büro...Vielleicht hätten die Anwohner sich doch lieber vorher um das Loch in der Straße gekümmert. Jetzt haben sie noch ein zusätzliches im Haus.Der LKW wird Stück für Stück entladen, um dann aus dem Loch gezogen werden zu können.Jetzt steht ein Stein vor dem Loch (das ist das typische Zeichen dafür). Und das andere Loch in der Wand wurde erstmal abgedeckt.

Der Roller ist hier das Hauptverkehrs- und -transportmittel.

Erste Hilfe RollerDie Schulkinder fahren oft nicht Fahrrad, sondern Roller.Auch gerne zu zweit.FamilientransportmittelFamilientransportmittelFamilientransport: Zwei Kinder auf einmal.Familientransportmittel. 3 + Surfboard. Auch vier Leute (Eltern und zwei Kinder) sieht man recht oft.Transport von allerlei DingenTransport von allerlei DingenTransport von allerlei DingenTransport von allerlei DingenUnd die überlauten Proll-Motorräder.

Die lokale Biermarke hier ist Bintang. Seit einigen Monaten gibt es sogar ein "Radler".

Gegensätze am Beispiel von Hotel und Leben der Einheimischen in Candidasa.

Weg im Hotel in CandidasaPool im Hotel in CandidasaStraße in CandidasaInnenhof in Candidasa

Selbst auf der großen Straße, dem Bypass, wird Rücksicht auf die Zeremonien genommen.

Vorbereitung für eine Kremations-ZeremonieVollmond Zeremonie: Die Autos warten schon

In der Zeit hier habe ich viele tolle Dinge gesehen. Meine schönsten Momente:

Pool Nusa LembonganSchatten-Puppen-Theater (Bali Arts Festival)Tanz (Bali Arts Festival)Reisfelder bei UbudDrachenfisch (Sanur Kite Festival)Sonnenaufgang, Borobudur unten rechtsNebelLED-Fahrrad-Autos (Yogyakarta)mit dem Fahrrad durch den WaldLandschaft um Sidemenreinwaschen am Tirta Empul TempelTirtaganggaAusblick auf den FrangipaniSonnenaufgang in AmedHandtuch Dekoration zur AnkunftAusblick auf das Meer mit dem Agung Vulkan dahinterBlue Lagoon - wieder Clowfische entdeckt!Tempel Pura Luhur UluwatuPura Ulun Danau BeratanJatiluwih Reisfelder (Foto: Benedikt)Schnorcheln vor der Insel MenjanganBesteigen des Batur Vulkans mit Cece und Bene.Ausblick auf den Batur Vulkan und SeeDans Haus inkl. TrockenkomposttoiletteBambusgebäude Green School BaliBambusmöbel im KlassenzimmerKrebs mit blauen AugenRiesenschildkröte bei Casey und Puji auf Serangan im Conservation CenterAusflug nach Amed mit Puji, Casey, Adam, Julio und PuspitaAusflug nach Amed mit Puspita, Adam, Julio, Puji und CaseyMit dem Roller nach Amed vorbei an toller LandschaftJulio erkundet das Japanische SchiffswrackTulamben SchiffswrackFische am Tulamben SchiffswrackHalloween Wassermelonen und Ananas mit Casey und PujiAusblick von oben auf den Nyang-Nyang StrandGruppenfoto vor dem Bild: ich, Puji und CaseyAbschiedsgeschenk von PuspitaPujis Werk...

Sonntag, 02.11.2014

Batik Friday, Halloween, Secret Beach und der Abschied naht

Letzte Woche im Büro und Halloween

Montag und Dienstag werde ich noch arbeiten (wenn es etwas zu tun gibt), aber jetzt ist meine letzte volle Arbeitswoche rum. Es war relativ entspannt, zusammen mit Casey habe ich eine Präsentation zum Thema „Energieeffiziente Wohngebäude“ erstellt, da die Projekte momentan alle ziemlich maschinenbaulastig sind. Immerhin hat sich jetzt herausgestellt, dass wir tatsächlich schon das erste Projekt dafür haben, von daher hat es sich zumindest gelohnt mit der Präsentation. Auf jeden Fall glaube ich, dass jetzt ein ganz guter Zeitpunkt zum Aufhören ist. Das erste Mal musste ich mich auch schon verabschieden, Puspita ist am Freitag nach Bandung geflogen (nach Hause) und kommt erst wieder, wenn ich weg bin. Sie hat mir ein ganz süßes Abschiedsgeschenk gemacht!

Abschiedsgeschenk von Puspita

Freitags ist bei uns im Büro immer Batik-Friday, das heißt, dass jeder mindestens ein Batik-Kleidungsstück tragen soll. Letzten Freitag haben das fast alle gemacht und so gibt es nochmal ein schönes Gruppenfoto. Die ganzen alten Leute waren am Ende der Woche nicht da und so müssten alle Leute auf den Fotos u30 sein (sogar u28 glaube ich).

Batik-Friday, v.l.n.r. Kalo, Matthieu, Adam, Puspita, Casey, Puji, ich, Julio Batik-Friday, v.l.n.r. ich, Adam, Matthieu, Casey, Puspita, Kalo, Puji, Julio Gleiches Batik-Muster: ich, Kalo und Casey

Freitag war auch Halloween und Casey wollte das zelebrieren. Statt auf die recht teure Party in Ubud (genannt U-Booo-D) zu gehen, entschlossen Casey, Puji und ich uns stattdessen Wassermelonen und Ananas zu schnitzen. Neben tropischen Bali-Motiven schnitzten wir auch einen Geburtstagsgruß für Puspita, die Samstag Geburtstag hatte. Danach haben wir noch eine Teeny Komödie geschaut :D

Casey und ich höhlen die Wassermelonen ausAushöhlen der WassermelonenSchnitzen der WassermelonenCasey und ich schnitzen die Wassermelonen. Caseys Messer hat genau die richtige Größe.Casey schnitzt ihre WassermeloneHalloween-Wassermelonen und -Ananas Halloween-Wassermelonen und -Ananas für Puspita zum Geburtstag Halloween-Wassermelonen und Ananas mit Casey und Puji

Während ich Samstag hauptsächlich mit Packen und Sortieren beschäftigt war, habe ich am Sonntag nochmal etwas unternommen. Um 11:00 Uhr haben Julio, Casey, Puji und ich zum brunchen im Büro getroffen, das war quasi schon eine Art Abschieds-Brunch, auch wenn wir uns die nächsten Tage nochmal sehen werden. Nachmittags sind Casey, Puji und ich dann nochmal zum Secret Beach in Uluwatu gefahren, der immer so schön einsam und ruhig ist. Heute waren zwar immer etwa 5 weitere Touristen dort, aber das ist ja deutlich weniger als sonst an den Stränden.

Dass es dort so leer ist hat denke ich zwei Gründe: Zum Einen ist der Strand relativ schwer zu finden und man muss über kleine Wege dorthin fahren. An der Straße ist der Strand nicht ausgeschildert. Zum Anderen muss man sehr viele Stufen zum Strand runter- und am Ende wieder raufsteigen. Ich habe 525 gezählt…

Ausblick von oben auf den Nyang-Nyang Strand Gruppenfoto oben: ich, Puji, Casey Ausblick vom Schattenplatz (Casey und Puji) Yoga (Puji) Frosch-Alge (Puji und Casey) Uh, eine Welle (Puji)

Puji hat mir eine Abschiedsnachricht aus Algen auf den Strand geschrieben. Das war ganz süß, erst hat sie angefangen „bye“ zu schreiben, aber das war ihr anscheinend dann doch zu endgültig, und so hieß es am Ende „See u“. Nach dem Sonnenuntergang ging es dann zurück nach Sanur, wo ich noch mit Gregor und ein wahrscheinlich letztes Mal vor dem Abflug mit meinen Eltern telefoniert habe.

Puji am Algen-Legen ...beim Sonnenuntergang Gruppenfoto vor dem Bild: ich, Puji und Casey Pujis Werk...