Berichte von 09/2014

Montag, 29.09.2014

Bali Barat Nationalpark

Nachdem mich schon einige Leute gefragt haben, ob alles ok ist, weil es so lange keinen neuen Blogeintrag gab, gibt es nun endlich wieder einen. In den letzten drei Wochen vor dem Wochenende ist nicht so großartig viel passiert. Die Arbeit war ein auf und ab, einige Tage hatte ich kaum etwas zu tun, letzte Woche mussten dann mehrere Berichte abgegeben werden und ich habe fast einen Tag Überstunden gemacht. Dafür bin ich dann auch für ein langes Wochenende weggefahren.

Arbeit

Da ich irgendwie momentan nicht so wirklich ein großes Projekt habe, konnte ich an mehreren Projekten mitarbeiten und habe mehr über Regen- und Grauwassersysteme, Straßenbeleuchtung, Klimaanlagen, den Indonesischen Markt für Energieeffizienz und Beleuchtungs-Audits gelernt. Einerseits war es ganz interessant, so viele verschiedene Bereiche kennenzulernen, andererseits habe ich teilweise gelernt, was ich später nicht machen will. Und es ist etwas ungünstig, dass ich immer nur so kleine Teilaufgaben habe, und wenn die fertig sind stehe ich wieder ohne Arbeit da.

Letzte Woche hatte ich auch mein zweites Audit, dieses Mal habe ich mir zusammen mit Puji die Beleuchtung von einem 4-Sterne Hotel angeschaut. Das Audit selbst war eigentlich ziemlich langweilig. Wir sind mit einem Techniker vom Hotel durch alle Bereiche gegangen und haben die verschiedenen Leuchtmittel gezählt und mit der Liste vom Hotel verglichen. Dadurch weiß man dann später, welche Leuchtmittel wie oft eingebaut sind und kann berechnen, wie schnell sich ein Ersetzen durch LEDs amortisiert. Besonders langweilig wurde es immer dann, wenn Puji sich 5-10 Minuten mit dem Techniker auf Indonesisch unterhalten hat und ich nicht einmal eine Idee hatte, was man an dem Ort denn jetzt so ewig diskutieren kann... In der Zeit habe ich dann Fotos von den Lampen gemacht und gewartet.

Das Interessante an dem Audit war, dass man durch alle Bereiche des Hotels gegangen ist. Zuerst sind wir in die sehr schöne Eingangshalle gekommen, dann direkt in den Technikbereich gegangen. Dort in der Umgebung waren auch alle Büroräume, die Kantine, Umkleideräume, Lagerräume, die Floristin und sogar einige Wohnungen. Das Aussehen des Verwaltungs- und Technikbereichs hatte nichts gemeinsam mit dem Hotel. Die Gebäude waren alle sehr einfach gebaut und schlecht beleuchtet. Danach sind wir wieder in den Gästebereich gegangen, das Hotel hat einen wunderschönen Garten, viele schöne Zimmer und sogar einige kleine Villa-Cottages mit eigenem Pool für über 600 US$ pro Nacht. Außerdem hat es einen schönen Pool und liegt direkt am Strand.

Swimming Pool beim Audit - Licht an der Poolbar Personalbereich, Puji und Lidiya sprechen mit dem Ingenieur

Besuche

Momentan habe ich gleich zweifach Besuch (bzw. vierfach wenn man die Personen zählt): Meine Cousine Sonja und ihr Freund Marcus und meine Freundin Cece mit ihrem Freund Bene sind auf Bali. Letzte Woche habe ich Sonja und Marcus schon an mehreren Abenden getroffen, da sie einige Tage in einem Hotel in Sanur verbracht haben, am Samstag sind wir dann zusammen in den Nordwesten von Bali gefahren und haben dort Cece und Bene getroffen. Darauf hatte ich mich schon sehr gefreut, weil ich diesen Teil der Insel noch gar nicht gesehen hatte. Samstag ging es morgens los in Richtung Norden, Casey schloss sich uns auch noch an. Auf dem Weg begegnete uns eine Prozession für eine Zeremonie, die wir aufgrund des leichten Staus schön beobachten konnten.

Prozession auf der Straße

Pura Ulun Danau Beratan

Beim Beratan See hielten wir noch kurz an, um auf dem Markt Erdbeeren zu kaufen, die in der Gegend angebaut werden. Später stellten wir jedoch leider fest, dass uns allen die gekaufte Sorte so gar nicht schmeckte. Super toll fand ich die Erdbeeren, die auf Bali wachsen noch nie, aber die waren irgendwie besonders unangenehm seltsam im Geschmack.

Markt (Danau Beratan)

Da der Tempel auf dem Weg lag und ich ihn letztes Mal so schön fand, machten wir einen Zwischenstopp am Tempel Pura Ulun Danau Beratan. Wir hatten Glück, dass dort gerade zwei Zeremonien stattfanden und so sehr viele Menschen in traditioneller Kleidung mit Opfergaben in Prozessionen rumliefen. Der Anblick des Tempels selbst hat mich dann sehr überrascht, letztes Mal lag er noch idyllisch im See, komplett von Wasser umgeben (siehe Tour nach Lovina am 06.07.). Jetzt war nur noch am Rand des Tempels Wasser, da es die letzten zwei Monate so gut wie gar nicht mehr geregnet hatte. Auch der Garten um den Tempel herum war viel trockener. Da es immerhin dieses Mal nicht regnete, sah ich auch, dass es im Garten an einer Stelle die Möglichkeit gab, für Geld mit Tieren ein Foto zu machen. Dank meines Zooms machte ich aus der Ferne ohne zu bezahlen ein Foto von den Riesen-Fledermäusen. Die waren wirklich unglaublich groß, ich denke die Spannweite der Flügel ist etwa 80cm.

Prozession (Pura Ulun Danau Beratan) Prozession vor dem Tempel (Pura Ulun Danau Beratan)Prozession vor dem Tempel (Pura Ulun Danau Beratan)Der Tempel ist nicht mehr von Wasser umgeben (Pura Ulun Danau Beratan)Sonja und Marcus (Pura Ulun Danau Beratan)Balinesische Kinder beim Spielen (Pura Ulun Danau Beratan)Riesen-Fledermäuse (Danau Beratan)

Pemuteran

In Pemuteran im Nordwesten Balis trafen wir dann Cece und Bene. Nachmittags buchten wir unsere Tour für den nächsten Tag und Cece, Bene und ich gingen noch in Pemuteran schnorcheln. Generell war es dort eher nicht so schön, da nur noch wenige Korallen übrig waren und auch nicht so viele Fische dort rumschwammen. Allerdings fand man manchmal noch ganz schöne Stellen. Außerdem ist es den Bewohnern und insbesondere den Betreibern der Tauchschulen aufgefallen, dass es eher ungünstig ist, dass große Teile der Korallen durch Dynamitfischen zerstört sind. Daher gibt es dort jetzt ein großes Projekt, um diese Korallenriffe wieder aufzubauen. Normalerweise wachsen die ja sehr langsam, aber anscheinend geht es deutlich schneller, wenn man die auf einem Drahtgitter wachsen lässt, durch den ein ganz leichter Strom fließt. Außerdem sollen die Korallen dann widerstandsfähiger und die Farben kräftiger sein. Das ist auf jeden Fall mal ein interessantes Projekt, ich hoffe es funktioniert und es gibt auch keine unbedachten Nebenwirkungen. Gesehen haben wir diese Korallen leider nur auf Fotos.

Schnorcheln in Pemuteran Schnorcheln in Pemuteran Schnorcheln in Pemuteran Schnorcheln in Pemuteran: SeeigelSchnorcheln in Pemuteran

Menjangan

Nach einem sehr netten Abend ging es am nächsten Morgen dann zum Schnorcheln nach Menjangan. Die Insel gehört zum Bali Barat Nationalpark und soll eines der schönsten Tauchgebiete Indonesiens sein (und das soll schon was heißen, hier gibt es viele schöne). Zum Schnorcheln ist sie eigentlich nur begrenzt geeignet, da die Riffe fast senkrecht in für Schnorchler unerreichbare Tiefen abfallen, aber es gibt einen Teil der Küste, wo man auch in Schnorcheltiefe noch sehr schöne Korallen sehen kann. Die Fahrt zur Insel war schon toll, man sah Strände mit türkis- und tiefblauem Wasser und einen Tempel mit einer riesigen Ganesha Statue. Das Schnorcheln selbst war dann wirklich mein schönstes Schnorchelerlebnis bisher. Die Korallen waren gefühlt unendlich lang, dicht zusammenhängend. Es gab viele verschiedene Weich- und Hartkorallen und auch unglaublich viele verschiedene Fischarten und insgesamt überall viele Fische. Den Ort kann ich zum Schnorcheln wirklich nur empfehlen und zum Tauchen ist es wahrscheinlich noch besser. Da es so schön war folgen jetzt einige Fotos 

Blick nach unten in die Tiefe (Schnorcheln vor der Insel Menjangan)Blick nach unten in die Tiefe (Schnorcheln vor der Insel Menjangan)Schnorcheln vor der Insel MenjanganSchnorcheln vor der Insel MenjanganSchnorcheln vor der Insel MenjanganSchnorcheln vor der Insel MenjanganSchnorcheln vor der Insel Menjangan Schnorcheln vor der Insel Menjangan Schnorcheln vor der Insel Menjangan Schnorcheln vor der Insel Menjangan, Cece und Bene Schnorcheln vor der Insel Menjangan, Cece und ichSchnorcheln vor der Insel Menjangan, Sonja, Marcus, Cecilia Schnorcheln vor der Insel Menjangan Schnorcheln vor der Insel Menjangan, Casey Schnorcheln vor der Insel Menjangan

Wald im Bali Barat Nationalpark

Nach dem Schnorcheln hatten wir eine kurze Pause zum umziehen und sind dann weiter zu einem Waldstück gefahren, in dem man trekken kann. Dort hatten wir einen Führer, der mit uns zwei Stunden lang durch den Wald gelaufen ist. Zuerst waren wir in den Mangroven, wo wir einen schwimmenden Waran und Krabben gesehen haben. Dann haben wir uns vom Meer entfernt und sind an einem ausgetrockneten Flussbett entlanggelaufen. Der ganze Wald war sehr trocken und mich würde es nicht wundern, wenn es zu dieser Jahreszeit einen Waldbrand geben würde. Wir sahen noch ein großes Tier von dem unser Guide meinte, dass es eine Eichhörnchen Art war. Es sah aber irgendwie viel größer und anders aus. An einer Stelle sahen wir dann noch schwarze Affen, die sich von einem Ast auf einen 10-15m tieferen Ast fallen ließen, das sah toll aus! Auf dem weiteren Weg sahen wir dann noch viele tolle Bäume und konnten auf Lianen schaukeln.

Waran (Bali Barat Nationalpark) Mangrovenwald (Bali Barat Nationalpark) Weg durch den Wald (Bali Barat Nationalpark) Riesen-Eichhörnchen auf dem Baum (Bali Barat Nationalpark) Weg durch den Nationalpark, Casey und Sonja Ameisen (Bali Barat Nationalpark) Schwarzer Affe im Bali Barat Nationalpark Ab auf den nächsten Ast (Bali Barat Nationalpark) Casey vor Lianen Schaukel im Bali Barat Nationalpark Sonja im Bali Barat Nationalpark

Reisfelder von Jatiluwih

Eine Nacht verbrachten wir noch in Pemuteran, dann fuhren wir wieder zurück in Richtung Süden. Auf dem Weg nach Ubud fuhren wir noch bei den Reisfeldern von Jatiluwih vorbei. Die jahrhundertealten Reisfelder gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind wirklich wunderschön. Wenn ich nochmal Zeit habe, werde ich überlegen, dort noch für ein Wochenende hinzufahren und etwas in den Reisfeldern spazieren zu gehen. Leider war mir von der Fahrt etwas schlecht, weshalb mir nicht so nach fotografieren zumute war. Die anderen haben aber Fotos gemacht, die ich hier noch später einfügen werde. Es lohnt sich also, nochmal hier zu schauen! Update: Jetzt ist es soweit:

Jatiluwih Reisfelder (Foto: Benedikt) Jatiluwih Reisfelder (Foto: Benedikt) Jatiluwih Reisfelder (Foto: Benedikt)

Schmetterlings-Park

Als nächstes fuhren wir noch zum Schmetterlings-Park. Dieser hinterließ ein etwas gemischtes Gefühl, da einerseits der Park selber recht schön war und auch viele Schmetterlinge rumflogen. Andererseits war es seltsam, dass es eigentlich nur eine Blumenart gab (kam uns jetzt nicht so sinnvoll vor) und das die Schmetterlinge in der Mitte anscheinend gar nicht nach draußen durften. In einem kleinen abgetrennten Bereich wurden Schmetterlinge gezüchtet, die sehr groß waren. Die konnte man sich dann dort als Puppe anschauen und die geschlüpften Schmetterlinge wurden auf die Touristen gesetzt. Allerdings sahen viele Schmetterlinge schon gar nicht mehr flugfähig aus und besonders toll war die Haltung dort auch sonst nicht.

Ananas vor dem Schmetterlingsgarten freier Schmetterling vor dem Schmetterlingsgarten Schmetterlinge auf Cecilia Käfer auf Sonja Schmetterling im Haar Weniger große Begeisterung darüber, Schmetterlinge über sich drüber krabbeln zu haben Frosch im Schmetterlingsgarten

Ubud

In Ubud angekommen bin ich mit Cece und Bene noch shoppen gegangen, Sonja und Marcus sind etwas in den Reisfeldern wandern gegangen und Casey ist zurück nach Sanur gefahren. Einen Abend verbrachten wir noch zusammen, am nächsten Morgen fuhr ich dann zurück nach Sanur zum Arbeiten. 

Sonntag, 07.09.2014

Nusa Dua

An dem Tag, an dem meine Mutter abends auf Bali ankam, war ich tagsüber zum ersten Mal in Nusa Dua, dem Touristenresort auf Bali. An ihrem letzten Tag war ich dann zusammen mit ihr zum zweiten Mal dort. Nusa Dua liegt auf der Bukit-Halbinsel ganz im Süden Balis und wurde eigens für die Touristen entwickelt. Eigentlich ist die Halbinsel recht trocken, aber nun haben dort alle Hotels große Pools und große Gärten.

Nusa Dua zeigt eine ganz andere Seite von Bali, als ich sie von Sanur kenne. Dort ist der Strand super gepflegt, was ich durchaus zu schätzen weiß. Es gibt viel weniger kleine Geschäfte und Orte für Massagen, dafür riesige Hotels. Es laufen außer den Angestellten kaum EInheimische rum. Es ist wirklich ein schöner Ort, aber für mich irgendwie nicht Bali, das könnte überall auf der Welt sein.

Ich befürchte, viele Leute kommen aus diesen Hotels kaum raus, um den Rest der Insel zu entdecken und insgesamt liegt der Ort auch recht abgelegen. Was mich besonders beeindruckt hat (oder schockiert) waren die Preise in den Restaurants. Dort konnte man 380ml Wasser für 4€ kaufen. In teuren Restaurants zahle ich sonst für einen halben Liter vielleicht 0,70€, in billigen 0,30€... Ein Wahnsinn, das auf Bali zu verlangen. Aber anscheinend zahlen die Leute es ja.

Nusa Dua zum Ersten

Das erste Mal war ich mit Casey und Ramona zusammen in Nusa Dua. Eigentlich wollten wir baden gehen, aber dummerweise war Ebbe. Stattdessen kletterten wir von einer kleinen Insel zum fast trockenen Korallenriff runter und in die Höhlen unter der Insel rein. Das war auch cool. Und am Strand entspannen geht auch bei Ebbe ganz gut.

  Bei Ebbe an den trockenen Korallenriffen Casey in einer Höhle (dahinter konnte man durch eine kleine Öffnung auf die andere Seite klettern)

Nusa Dua zum Zweiten

Mit meiner Mutter schaute ich mir dann die Hotels mal genauer an. Vom Strand aus gingen wir einfach auf das Hotelgelände und warfen einen Blick auf die Pools und Gebäude. Am Ende gingen wir sogar noch auf die Toilette und fanden dabei goldene Waschbecken. Ich hatte nur mein Handy dabei, von daher haben die Fotos keine so besonders tolle Qualität.

Swimmingpool Poolbar goldene Waschbecken

Am nächsten Tag ist meine Mutter dann schon wieder nach Deutschland zurückgefahren, ich habe mir noch einen Nachmittag Massage und Yoga gegönnt. Inzwischen habe ich mich gegen Surfen und für Yoga entschieden und mir sogar eine Zehnerkarte gekauft. Mal schauen, wie mir das weiterhin gefällt.

Am Wochenende gab es dann kostenlose Anfängerkurse, da es neue Yogalehrer gibt, die etwas Erfahrung sammeln wollen. Am Sonntag waren dann alle Mädels von der Arbeit da, v.l.n.r. Lidiya, Puspita, Casey und Puji:

Yoga

Mittwoch, 03.09.2014

Kecak Tanz am Uluwatu

Nachdem wir mittags aus Candidasa zurückgekommen waren, entschlossen wir uns, noch zum Uluwatu Tempel zu fahren und den Kecak Tanz dort anzuschauen. Nachdem wir für die letzten Fahrten immer mit Fahrern über den Preis feilschen mussten, war ich froh, meinen Roller wieder zu haben. Und meine Mutter ließ sich sogar auf das "Abenteuer" ein, eine Stunde zum Tempel zu fahren.

Zuerst war ich ja etwas skeptisch, was das Roller fahren anging, aber inzwischen bin ich echt froh darüber, ihn zu haben. Er gibt einem eine herrliche Unabhängigkeit und kostet dabei nicht viel - zu der Miete von 37€ im Monat kommen Benzinkosten von 0,43€/l und einem Verbrauch von 2,9l/100km. Macht etwa 1,20€ auf 100km. Da kommt natürlich kein Fahrer mit und man muss auch nicht nervig und zeitraubend mit ihnen verhandeln.

Uluwatu

Wir kamen recht spät am Tempel an und warfen nur einen kurzen Blick auf ihn und die Tempelaffen. Vor denen wurde man überall gewarnt. Auf dem Hinweg zur Tanzveranstaltung wirkten sie noch ganz friedlich, aber danach stürzten sich zwei Affen auf die japanischen Mädels vor uns und rissen an ihren Flipflops - in einem Fall mit Erfolg. Dass die Affen so aggressiv auf Menschen losgehen hätte ich vorher echt nicht erwartet. Das tollste an dem Tempel war für mich die Lage. Er liegt oben auf den Klippen, direkt am Rand. Während wir ihn betrachteten färbte sich der Himmel schon rosa. Affen Weg zum Tempel Tempel Pura Luhur Uluwatu

 

Kecak Tanz

Auch wenn der Kecak Tanz alte Elemente enthält, das rhytmische Wiederholen von "cak kecak cak cak" dient dazu, die Trance zu erreichen, ist der Tanz erst im 20. Jahrhundert entwickelt worden. Am Uluwatu gibt es eine richtige Tanzarena und der Tanz ist komplett auf die Touristen ausgerichtet. Dennoch war er beeindruckend.

In der Mitte um ein Feuer herum sitzen oder stehen die Kecak singenden Männer. Dann wird tanzend und teilweise auch mit Worten eine traditionelle Geschichte erzählt. Wirklich schade war, das so viele Leute die Show früher verließen und damit die anderen Zuschauer störten, da sie über die Bühne gehen mussten. Später machten die Tänzer sich dann einen Spaß daraus, die Leute von der Bühne zu jagen, das gab einem etwas Genugtuung (Schadenfreude ). Auch sonst sorgte die Show am Ende für einige Lacher. Am Ende der Show stürzten dann die verbliebenen Zuschauer auf die Bühne, teilweise um schnell loszufahren, teilweise um ein Foto mit den Tänzern zu machen. Ein Video habe ich nicht gemacht, aber auf Youtube gibt es auch so schon genug (siehe unten). 

Die Tanzarena Kecak Tänzer um das Feuer herum Kecak Tänzer, in der Mitte erzählen Tänzer die Geschichte Kecak Tanz mit Tänzerin in der Mitte Feuershow Selfie!

Mittwoch, 03.09.2014

Schnorcheln und Entspannen in Candidasa

Von Amed aus ging es mit meiner Mutter weiter nach Candidasa. Die Fahrt dauerte etwas länger als eine Stunde, aber auf dem Weg sah man richtig schöne Landschaft. Zuerst das Meer mit dem Agung Vulkan dahinter, dann die Berglandschaft mit Reisfeldern und Wäldern.

Ausblick auf das Meer mit dem Agung Vulkan dahinter

Hotel

Unser Hotel war uns von Gregor und Zarah empfohlen worden, die ich während ihrer Flitterwochen am Anfang meines Bali-Aufenthaltes getroffen hatte. Das Hotel lag super ruhig, nachts hörte man wirklich nur das Meer und die Klimaanlage. Ich habe dort keinen einzigen Hahn krähen gehört und das hatte ich noch nirgendwo anders hier auf Bali. Der Gang zwischen den einzelnen Bungalows führte über einen langgezogenen Fischteich und auch direkt neben der Terrasse hatten wir noch Fische. Außerdem gab es ein Restaurant direkt neben dem Pool. Empfangen wurden wir wieder von einem süßen Handtuch-Tier, diesmal einem Hund!

In Candidasa gibt es keinen Strand mehr. Als dort die Tourismus-Entwicklung begann wurde zum Bau der Hotels Kalk von den Korallenriffen verwendet. Und das in so einem Ausmaß, dass der Strand nicht mehr ausreichend vor den Wellen geschützt war und nach und nach abgetragen wurde. An manchen Stellen gibt es noch Mini-Strandabschnitte, vor unserem Hotel nur eine Mauer, die gegen die Brandung schützt, von Strand war da nichts mehr zu sehen.

Handtuch-Hund Restaurant bei Sonnenuntergang Fische neben der Terrasse Gang über den Fischen zwischen den Bungalows Pool

Candidasa

Am Abend nach unserer Ankuft machten wir uns noch auf den Weg in den Ort. Unser Hotel lag etwas abseits der Einheimischen zwischen lauter anderen Hotels und Restaurants. Bis in den Ortskern musste man etwa 3km laufen. Dort sah man dann aber nur noch wenige Hotels und mehr das normale Leben der Einheimischen, das war sehr sympatisch, dass das in einem Touristenort so möglich ist. Beim Abendessen sahen wir dann einen schönen Sonnenuntergang über den Bergen.

Candidasa Sonnenuntergang

Schnorcheln

Von Ramona hatte ich gehört, dass die Blue Lagoon in Padang Bai ein super Ort zum schnorcheln sein soll, und so entschlossen wir uns, noch einmal zu schnorcheln. Padang Bai ist der nächste Ort und mit dem Boot fuhren wir dorthin. Wir hatten das Glück, dass nur wir zwei in dem Boot waren. Die Landschaft, an der wir vorbeifuhren war wieder sehr schön und die Bootsfahrer angenehm schweigsam.

Auf dem Weg nach Padang Bai

Blue Lagoon

Die Blue Lagoon bei Padang Bai kann ich wirklich nur zum schnorcheln empfehlen. Das Wasser war klar, es gab viele tolle Korallen, über die man direkt drüber schwimmen konnte und unglaublich viele bunte Fische. Am Besten hat mir eigentlich der Anblick von so vielen schönen FIschen gefallen, man kam sich vor wie in einem Riesen-Aquarium. Leider konnte ich das auf den Fotos nicht ganz so festhalten, wie es war.

Außerdem habe ich auch ein paar Videos aufgenommen. Zum Bearbeiten und Schneiden reicht meine Computerkeistung hier nicht aus, aber für einen Eindruck gibt es die Bootsfahrt (oben) und das Schnorcheln (unten) hier.

Schnorcheln! Blue Lagoon Blue Lagoon Blue Lagoon Blue Lagoon Blue Lagoon Blue Lagoon Blue Lagoon Blue Lagoon - mit den Flossen meiner Mutter Blue Lagoon - wieder Clowfische entdeckt!

Nach dem Schnorcheln hatten wir eine Massage und danach hatten wir einfach keine Lust mehr auf die Hektik außerhalb des Hotels. So nutzten wir die restliche Zeit zum entspannen.

Montag, 01.09.2014

Sonnenaufgang und Schnorcheln in Amed

In Amed hatten wir wieder ein schönes Hotel mit einem traumhaften Blick auf das Meer. Die Küste war sehr steil, sodass das Hotel am Berg gebaut war. Überall waren viele schöne Pflanzen, die auch einen guten Sichtschutz zwischen den einzelnen Gebäuden boten. Schön waren auch die beiden Pools, die man meistens für sich haben konnte, denn es gab nicht viele Gäste im Hotel, wahrscheinlich kamen auf einen Gast zwei Angestellte. Zu einem schwarzen Sandstrand konnte man in 3 Minuten gehen, dort konnte man auch schnorcheln. Ein guter Schnorchelplatz war außerdem 1km entfernt, wo ein japanisches Schiffswrack nah an der Küste lag. Noch höher am Berg waren einige Häuser von Einheimischen und diese sorgten für ein wirkliches ländliches Gefühl. Das Zimmer war am Anfang richtig nett dekoriert, mit vielen Blüuten und sogar einem Handtuch-Elefanten!

Ausblick vom Fenster in Amed Weg zu unserem Zimmer Handtuch Dekoration zur AnkunftPoolländliche Umgebung

Sonnenaufgänge

Morgens sind wir schon früh aufgewacht, da die Hähne schon vor 5:00 Uhr angefangen haben zu krähen. Wenn man dann eh schon wach war, konnte man sich auch den Sonnenaufgang anschauen, besonders da man ihn direkt vom Hotel aus sehen konnte. Von unserem Zimmer aus hatte man zwar nicht den richtigen Winkel auf das Meer, aber von einem Pool hatte man einen guten Blick. Endlich habe ich die Sonne auch mal direkt aus dem Meer aufsteigen sehen und das sogar an zwei Tagen - da hat sich das frühe Aufstehen gelohnt. Ganz früh morgens sah man die Fischerboote alle auf das Meer fahren, man sah sie dann als kleine Punkte vor der Sonne beim Sonnenaufgang. Gegen 8:00 Uhr kamen sie dann wieder zurück.

Während des Sonnenaufgangs konnte man Fledermäuse beim zurückfliegen beobachten, eine hatte ihren Schlafplatz unter den Dachziegeln in dem Pavillion wo wir saßen. Das war ein komisches Gefühl, wie sie etwa zehnmal auf einen zuflog, die Flugbahn immer weiter optimierte, bis sie dann schließlich in eine Ritze flog. Außerdem wurde die Geräuschkulisse immer abwechslungsreicher, zu dem Krähen gesellte sich Vogelgezwitscher, Hühnergegacker, Ziegengemecker, Schafmähen und Hundebellen.

Sonnenaufgang 1 Sonnenaufgang 1 Sonnenaufgang 1 Pool beim Sonnenaufgang 1 Sonnenaufgang 1 Die Schiffe kommen zurück vom Fischen Sonnenaufgang 2 Sonnenaufgang 2 Sonnenaufgang 2 Sonnenaufgang 2

Schnorcheln

An dem Tag zwischen den beiden Nächtem im Hotel liehen wir uns Schnorchelequipment und gingen zu Fuß zum Strand zum schnorcheln. Meine Mutter war zuerst noch etwas skeptisch, ob ihr das Spaß machen würde, aber ich habe sie schon am ersten Korallenriff überzeugt, obwohl das gar nicht so toll war. Dort waren viele Korallen schon zerstört und es gab auch nur wenige Fische. Manche Korallen waren aber doch ganz schön und die wenigen Fische waren meist schön bunt. An dem Strand lagen auch viele Fischerboote und wir vermuten, dass diese auch vieles nach und nach zerstören. Trotzdem war es ganz nett und ja auch gar kein Aufwand dorthin zu kommen.

Der Schnorchelstrand von obenSchnorcheln 1 Schnorcheln 1 Schnorcheln 1: Mal eine blaue Koralle Meine Mutter und ich

Japanisches Schiffswrack

Für mich war das erste Schnorcheln etwas enttäuschender, da hatte ich schon schöneres gesehen. Deshalb recherchierte ich erst noch kurz im Internet, ob es sich lohnen würde, zum japanischen Schiffswrack zu laufen. Was man lesen und sehen konnte klang vielversprechend und so machten wir uns am Nachmittag auf den Weg dorthin.

Das Schiffswack liegt an einem Steinstrand, es ist etwas unangenehm, dort ins Wasser zu gehen. Das Wrack war dank der Taucher, die wir im Wasser gesehen hatten schnell gefunden. Ich fand es sehr interessant, mal etwas anderes zu sehen und am und um das Wrack hatten sich auch einige schöne Korallen und viele Fische angesiedelt. Viel war von dem Schiff nicht mehr übrig, aber die Schiffsspitze war noch recht gut erhalten. Darin hatte sich ein recht großer Schwarm aus kleinen braunen Fischen versammelt, die immer in Formation schwammen. Auch sonst gab es viele tolle Fische.

Steinstrand Schnorcheln 2: am japanischen Schiffswrack Schnorcheln 2: am japanischen Schiffswrack Schnorcheln 2: am japanischen Schiffswrack Schnorcheln 2: am japanischen Schiffswrack Schnorcheln 2: am japanischen Schiffswrack Schnorcheln 2: am japanischen Schiffswrack

Die restliche Zeit in Amed verbrachten wir mit Entspannen, meine Mutter las und ich las Gregors Hausarbeit am Pool Korrektur - dafür gibt es sicherlich schlechtere Orte!