Übersichtskarte

Freitag, 14.10.2016

Kapverde Inseln

Von Anneli

Nach längerem Überlegen, wo in der großen, weiten Welt wir unseren Urlaub verbringen wollten, entschieden wir uns schließlich für die Kapverde Inseln. Das Ziel reizte uns, weil wir noch nicht so viel davon wussten, weil es tolle Natur geben sollte und es das erste afrikanische Land wäre, das wir besuchen. Da wir vorab nicht so viele Reiseberichte zu dem Land gefunden habe, habe ich mich entschlossen, nun noch einmal diesen Blog zu nutzen.

Wir entschieden uns, die Reise über eine lokale Reiseagentur organisieren zu lassen. Wir hatten Lust auf eine entspannte Reise, bei der wir nicht mehr alles vor Ort organisieren müssen und bei eventuellen Unzuverlässigkeiten der Verkehrsmittel vor Ort für Umbuchungen der Hotels gesorgt werden würde. Dennoch konnten wir uns die Reise genauso zusammenstellen, wie wir das wollten.

Die Kapverden bestehen aus insgesamt neun bewohnten Inseln, die miteinander entweder durch regelmäßige Flüge oder Fährverbindungen verbunden sind. Außerdem gibt es noch unregelmäßige Fährverbindungen zwischen den Inseln, die sich aber wohl nicht an einen langfristigen Fahrplan halten. Wir entschieden uns, drei der neun Inseln zu besuchen: Die Insel mit der Hauptstadt Santiago, die Vulkaninsel Fogo und eine der kärgeren Inseln mit tollen Stränden Maio.

Für den Flug von Frankfurt aus dorthin erwies sich die portugiesische Fluglinie TAP am sinnvollsten, die einen Zwischenstopp in Lissabon macht. Da es keine Flüge gab, die nicht mindestens einige Stunden Zwischenstopp dort machen, entschlossen wir uns, die Zeit zu nutzen und gleich einen ganzen Tag in Lissabon zu verbringen. Und so nahmen wir morgens den ersten Flug ab Frankfurt und in Lissabon die U-Bahn in die Innenstadt.

Schnell mussten wir feststellen, dass wir nicht die einzigen Touristen an diesem Tag in der Stadt waren. Eigentlich wollten wir eine Rundfahrt durch die Stadt mit der Straßenbahn machen, doch die Schlange an der Anfangshaltestelle war über 100 m lang. Nachdem sich 15min nichts getan hatte, überlegten wir uns einen Alternativplan. Wir beschlossen, zur Burg Lissabons hochzulaufen. Auf dem Weg gab es immer wieder Ausblicke auf die Stadt. Nach einigem Suchen fanden wir die Straße, die zum Eingang führte und dort erwartete uns wieder eine lange Schlange. Diese war jedoch zum Glück deutlich schneller abgearbeitet, sodass wir wenige Minuten später die Aussicht  von der Mauer der Burg genießen konnten.

Aussicht vom Castelo de São Jorge  Ausblick vom Castelo de São Jorge Castelo de São Jorge Ausblick vom Castelo de São Jorge

Wir verbrachten einige Zeit damit, die Burg zu erkunden, wobei ich manchmal aufgrund der extrem geringen Brüstungshöhe etwas mit meiner Höhenangst kämpfen musste. Mittags suchten wir dann ein Restaurant, das ich mir vorher herausgesucht hatte. Da ich auf den Kapverden mit einer geringeren Auswahl an vegetarischen Gerichten rechnete, wollte ich die Auswahl in der europäischen Großstadt noch einmal ausnutzen und hatte ein vegetarisches Restaurant mit guter Bewertung herausgesucht. Wir landeten in einem Restaurant, das hauptsächlich veganes Essen hatte, es waren viele verschiedene, frisch gepresste Säfte, Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachtisch zur Auswahl. Es schmeckte zwar einiges etwas ungewohnt, aber es war wirklich sehr lecker.

Straßenbahn Lissabon Straßenbahn Lissabon

Da die Straßenbahnen weiterhin total überfüllt waren ging es weiter zum Hafen und dann zum bekanntesten Aufzug, dem Elevador Santa Junta. Auch dort war wieder eine wahnsinnig lange Schlange, die sich aber leider wieder eher langsam vorwärts bewegte. Also gingen wir zu Fuß den Berg hinauf, was gar nicht lange dauerte. Oben genossen wir das schöne Wetter bei einem Cocktail und stimmten uns auf den weiteren Urlaub ein. Auf dem Rückweg gab es keine Schlange am Aufzug und so nutzten wir ihn doch noch und fuhren herunter. Danach gingen wir noch beim botanischen Garten vorbei und entdeckten dahinter zufällig einen tollen Aussichtspunkt. Dann ging es schon zurück zum Flughafen, wo wir abends nach Praia flogen.

Schlange vor Aufzug Santa Junta Aufzug Santa Junta Aufzug Santa Junta Panorama Aufzug Santa Junta

Aufgrund der Zeitverschiebung kamen wir auch noch abends an, waren aber ziemlich müde und froh, dass am Flughafen ein Fahrer für uns bereitstand. Wir fuhren direkt raus aus der Hauptstadt und rein in die älteste Stadt der Kapverden, die passenderweise auch Cidade Velha genannt wird. Am nächsten Morgen sahen wir, dass die Bezeichnung "Stadt" aus deutscher Sicht etwas übertrieben ist. Es kam uns eher wie ein größeres Dorf vor. Auf der Straße wurden morgens und abends Ziegen entlanggetrieben, die Hühner und Hähne aus dem Nachbarhaus liefen dorthin, wo sie gerade wollten und die Anzahl der Häuser war auch nicht so groß.

Straße in Cidade Velha

Nach dem Frühstück gingen wir in die Stadt und wollten versuchen zu dem Fort "Forte Real São Filipe" auf dem Berg zu laufen. Wir gingen in die grobe Richtung los und wurden direkt von zwei Kindern aufgegabelt, die uns den Weg zeigen wollten. Dieser führte dann zunächst durch, wie es aussah, Vorgärten von Häusern. In dem hatten es sich Schweine mit ihren Ferkeln gemütlich gemacht. Dann ging es einen unbefestigten Weg hinauf zu dem Fort. Dort sahen wir uns einen Film über das Fort an, zuerst auf Portugiesisch mit spanischen Untertiteln, dann auf französisch. Wir hätten ihn auch auf Englisch schauen können, aber erst im dritten Anlauf und da hatten wir schon genug gesehen. Das Fort selbst bot dann einen schönen Ausblick auf die Umgebung.

Forte Real São Filipe Forte Real São Filipe Ausblick vom Forte Real São Filipe

Danach ging es noch weiter zur Kirchenruine Sé Catedral und zur ältesten Straße der Stadt, der Rua Banana. In einem Flussbett gingen wir zu einer alten Klosterruine und am Ende zu einem Restaurant am Meer. Wir ließen uns ein kaltes Getränk und etwas zu Essen schmecken, ich hatte eines der wie ich später herausfand, zwei "typischen" Gerichte für Vegetarier: Omelette. Am Meer verbrachten wir auch den Abend, an dem es ja in der Nähe des Äquators schon recht früh dunkel wird.

Sé Catedral Flussbett bei Cidade Velha

Am nächsten Morgen wurden wir abgeholt und zum Ausgangspunkt unserer ersten Wanderung gebracht, während unser Gepäck direkt zur Unterkunft gefahren wurde. Die Wanderung mit Guide Jo ging zuerst durch die saftig grüne Landschaft und die Felder, in denen Mais, Bohnen und Kürbis zusammen angepflanzt werden. Die Maispflanzen dienen dabei den Bohnen als Rankhilfen. Der zweite Teil des Weges führte durch verschiedene Ortschaften an der Straße entlang bis nach Rui Vaz. In unserer Unterkunft "Quinta da Montanha" mit fantastischem Ausblick, hatte ich abends das zweite typische vegetarische Gericht hatte: gekochtes Gemüse (Kürbis, Möhren, Kartoffel, Süßkartoffel) ohne Soße o.ä..

Wanderung von Santana nach Rui Vaz Wanderung von Santana nach Rui Vaz Unterkunft

Am nächsten Morgen ging es zur nächsten Wanderung: wir wanderten fast nur bergab durch die Serra do Pico d'Antonia zusammen mit unserem Guide vom Vortag, Joe. Auf dem ersten Teil des Weges begegneten wir nur Feldarbeitern, die oft riesige Mengen Pflanzen oder Äste auf ihrem Kopf trugen. Als wir im nächsten Ort ankamen, war dort gerade Schulschluss bei den kleineren Kindern, die uns alle mit einem fröhlichen oder schüchternen "Olá" begrüßten. Wir gingen noch weiter bis zu einer größeren Straße, wo wir dann ein öffentliches Verkehrsmittel, ein Aluguer anhielten. Das sind Sammeltaxis und die günstigste Möglichkeit, von Ort zu Ort zu kommen.

Eisvogel bei Rui Vaz Wanderung bei Rui Vaz Pico da Antónia

Im nächsten Ort mussten wir umsteigen und Jo setzte uns in das Aluguer zurück nach Rui Vaz. Es war das typische Automodell der Insel, en Toyota Hiace. Dieser stand noch eine Weile rum und als wir dachten, es wäre voll, stieg noch einmal die gleiche Menge Personen dazu, sodass am Ende jeder Platz zweimal besetzt war und die Schulkinder sich gegenseitig auf den Schoß nahmen. So vollgepackt mit 26 Personen ging es los und bevor der erste wieder ausstieg, stieg erst nochmal eine weitere Frau ein. Dann fuhr das Aluguer die Berge hinauf und wir fanden glücklicherweise den richtigen Ort zum Aussteigen.

Am nächsten Morgen ging es dann schon weiter auf die zweite Insel unseres Urlaubs, Fogo. Der Flug war sehr kurz und führte am Ende eine halbe Runde um die Insel herum, wo man einen tollen Blick auf die Vulkanspitze hatte. Die Landung war auf dem winzigen Flughafen in São Filipe, der Hauptstadt der Insel. In die Innenstadt war es dann auch nur eine Fahrt von 5 min.

Den Tag verbrachten wir mit einem Spaziergang durch die Stadt. Außerdem genossen wir bei der Hitze, dass unser Hotel einen kleinen Pool hatte. In der Nacht schüttete es dann heftig. Wir waren in der Regenzeit unterwegs, aber trotzdem war dies der einzige richtige Regen in unserem dreiwöchigen Urlaub, so viel Regen fällt in Deutschland wahrscheinlich in einem viertel oder einem halben Jahr. Am nächsten Morgen regnete es noch und so wurden die Rucksäcke in Plastiktüten gepackt, bevor sie hinten auf das Pickup gelegt wurden. Im Auto lernten wir zwei weitere Deutsche kennen, die zum selben Hotel wollten, Patrice und Judith. Unten war die Sicht noch ok, aber weiter oben kamen wir in die Wolken rein. Der Nebel wurde am Ende noch dadurch verstärkt, dass der Regen auf der noch nicht abgekühlten Lava von 2014 verdunstete. Das letzte Stück Fahrt war etwas beschwerlich, da die ehemalige Straße in den Ort von der Lava verschüttet wurde und nun nur noch eine mit Schlaglöchern versehene Piste am Rand der Lava entlangführt.

Unser Hotel lag dann auf der noch warmen Lava, wodurch man eine kostenlose Fußbodenheizung hatte. Die abgegebene Hitze schwankte allerdings etwas, was man durch den Grad der Lüftung ausgleichen musste - auf der Hochebene des Vulkans war es nachts recht frisch. Durch die Lava wurde auch das warme Wasser und sogar Strom erzeugt. Im Laufe des Tages hörte es auf zu regnen, aber um das Hotel herum gab es noch lange Wasser, dass verdunstete.

Weinberg am Pico do Fogo Pico do Fogo Unser Hotel Casa Marisa 2.0

Den Tag über entspannten wir, denn für den nächsten Tag hatten wir uns die Besteigung des höchsten Vulkangipfels, dem Pico do Fogo vorgenommen. Dieser ist bei einer früheren Eruption entstanden, bei den letzten Ausbrüchen haben sich neue, kleinere Krater gebildet. Früh morgens ging es gemeinsam mit Patrice und Judith los. Der Aufstieg gestaltete sich für Gregor und mich recht beschwerlich, da wir noch nie auf so eine Höhe und so viele Höhenmeter gewandert waren. Wir schafften es allerdings nach einigen Stunden zur Spitze, wo uns leider statt einer schönen Aussicht Nebel erwartete. Oben am Krater entlang liefen wir ein Stück durch den Krater auf die andere Seite. Wegen des Nebels konnte man gar nicht sehen, wie tief es seitlich runterging, was vielleicht ganz gut war. Auf der anderen Seite des Kraters mussten wir dann noch etwas über Geröll runtersteigen, dann kam aber der Teil, der Spaß gemacht hat. Über "Tiefsand" liefen wir in schnellen Schritten runter bis zum Fuß des Kraters, an dem der neue Krater von 2014 liegt. So beschwerlich der Weg nach oben war, so einfach und schnell war der Weg nach unten über den Sand.

Morgens geht der Aufstieg losSchöner Ausblick beim Aufstieg Schöner Ausblick - rechts das Meer Oben am Gipfel des Pico do Fogo ist es nebelig Bereitmachen zum Abstieg - der Pico 2014 ist in Sicht Zuerst geht es über Geröll......dann über Sand nach unten... ...in Richtung Pico 2014 Gregor ist schnell unten

Der neue Krater von 2014 war auch sehr beeindruckend mit vielen verschiedenen Farben, Schwarz-, Gelb- und Rottöne. Von oben konnte man auch gut nachvollziehen, auf welchem Weg sich die Lava beim letzten Ausbruch verteilt hatte. Der Rückweg führte noch durch vom Ausbruch verschonte Weinfelder. Am Ende liefen wir beim Haus unseres Guides vorbei. Dieses wurde 2014 fast komplett verschüttet, jedoch nicht beschädigt. Unser Guide hat es in mühevoller Arbeit Lavabrocken für Lavabrocken wieder ausgegraben. Fließend Wasser oder Strom hat er hier aber nicht.

Farbenspiel am Pico 2014 Verschüttetes und ausgegrabenes Haus

Einige andere Menschen hat es bei dem Vulkanausbruch schlimmer getroffen und ihre Häuser sind zerstört. Teilweise sind aber in den Dörfern auch einige Gebäude nicht weit von den anderen entfernt verschont worden. Da es immer wieder zu Vulkanausbrüchen kommt, unterstützt die Regierung keinen Aufbau von Häusern am Fuße des Vulkans. Wenn die Menschen dennoch in ihr altes Zuhause zurückziehen wollen, müssen sie sich daher selbst helfen.

Am nächsten Tag ruhten wir uns einfach nur aus, denn am Tag darauf hatten wir eine weitere Wanderung vor. Diese ging von unserem Hotel aus über die Hochebene und dann hinunter zum Meer nach Mosteiros. Die Landschaft war sehr schön, durch die Regenzeit war alles grün und gab einen tollen Kontrast zum schwarzen Vulkansand. Weiter unten waren Nebelwolken, aber auf dem Weg war die Sicht immer noch gut. Uns überholten einige Farmarbeiter, manche mit Esel, und wenn sie an einem vorbeieilten kam man sich mit seinen schmerzenden Beinen sehr unfit vor. Was für eine harte Arbeit! In Mosteiros holte uns ein Taxi ab und wir machten noch einen Zwischenstopp an einem der wenigen Badestrände Fogos: Salinas. Den Abend verbrachten wir im kleinen Pool, um unsere Beine zu entspannen und am nächsten Morgen ging es dann schon über Praia auf die dritte Insel unseres Urlaubs, Maio.

Zuerst ist der Weg am Rande der Caldeira relativ eben,... ...und sehr grün Schöne BlumenDer zweite Teil des Weges ist recht steil und führt ebenfalls Nach der Wanderung entspannen wir am Strand.

Beim Anflug auf Maio wunderten wir uns etwas: statt einer wüstenähnlichen Landschaft erwartete uns eine grüne Insel. Hier hatte es wohl wenige Tage zuvor fast 1000mm geregnet und alles ergrünen lassen. In Maio wollten wir eine Woche bleiben und wohnten in der Pension von Elisabeth, einer deutschen Auswanderin. Dort gab es jeden Morgen herrliches Frühstück und viele Tipps, was man auf der Insel unternehmen kann. Zusammen mit Cordula, die auch bei uns wohnte und Theresa und ihren Eltern aus dem Nachbarhaus unternahmen wir an einem Tag eine Rundfahrt über die Insel, bei der uns Elisabeth viele schöne Orte zeigte. An den anderen Tagen verbrachten wir die Mittagszeit meist im Schatten im schönen Garten von der Pension, machten Ausflüge in die Hauptstadt, Vila do Maio und verbrachten die meisten Abende in der Strandbar, wo es in der Happy Hour leckere Caipirinhas für 1,10€ gab. Da es nur zwei Flüge pro Woche nach Maio gibt, kannte man bald viele Touristen vom Aussehen und auch einige der sich in Maio niedergelassenen Auswanderer aus verschiedenen Teilen der Welt. Zweimal unternahmen wir einen Strandspaziergang, jedoch hatten wir auch Respekt vor der starken Hitze.

Willkommen auf der Insel MaioBaden im Meer vor Maio Baden im Meer vor Maio BrandungCaipirinha Das Fort von Vila do Maio Die Küste von Vila do Maio Der Strand von Vila do Maio Der Strand von Vila do Maio Inselrundfahrt Inselrundfahrt Inselrundfahrt - Kuhfußball Inselrundfahrt Inselrundfahrt - Feigenbaum Inselrundfahrt - Perlhühner Inselrundfahrt - Schildkröte Spaziergang zum StrandStrandspaziergangStrandspaziergang - Ponta PretaStrandspaziergang - Westküste

Eine Woche war schnell rum und dann ging es zurück nach Santiago, wo wir die letzten vier Tage im Norden am Meer in Tarrafal verbringen wollten. Wir genossen den Abend am Strand und organisierten uns bei Sabadi aventura gleich noch eine Wanderung in der Serra Malagueta. Über Sabina könnten wir uns im Hotel Casa Strela auch Schnorchelausrüstung ausleihen und so erkundeten wir das Meer, an Stellen, die sie uns empfohlen hatte. Am nächsten Tag fuhren wir das erste Mal selbst organisiert mit dem Aluguer. Sabina hatte uns beschrieben, wie wir damit zu dem ältesten Baum der Insel kommen, dem Poilon. Tatsächlich haben wir ihn auf eigene Faust gefunden. Da er in einem Tal liegt, quälten wir uns danach den Berg wieder hinauf und gingen weiter in den größten Ort in den Bergen, Assomada, wo wir noch über den weit ausgedehnten Markt liefen. Die Rückfahrt war danach sehr schnell organisiert, auch wenn wir einmal von einem in ein anderes Aluguer umgesetzt wurden, da wir bei uns die einzigen waren, die bis nach Tarrafal wollten.

Der Strand von Tarrafal Schwimmen am Strand von Tarrafal Schwimmen am Strand von Tarrafal Schnorcheln am Strand von Tarrafal Höhle bei TarrafalAbstieg zum Poilon Poilon - der älteste Baum der InselPoilon - der älteste Baum der Insel

Kurzfristig stellte sich heraus, dass Cordula auch in Tarrafal war und so kam sie mit auf die Wanderung. Generell sah man öfter Touristen, die man vorher schon an einem anderen Ort gesehen hatte, insgesamt sind die drei von uns besuchten Inseln einfach nicht so von Touristen überlaufen.

Bei der Wanderung hatte ich leider etwas Magenprobleme, aber ich bin froh, diese wunderschöne Landschaft gesehen zu haben. Wir liefen nur auf kleinen Wegen entlang, und da die nächsten Straßen weit weg und wenig befahren waren, war es sehr ruhig. Unser Guide Adi kannte alle Leute, die im Feld arbeiteten und erzählte uns viel über Landwirtschaft und den Alltag der Menschen hier. Viele Kinder müssen z.B. jeden Tag eine Stunde durch die Berge laufen, um zur Schule zu kommen. Und abends wieder zurück - in der Grundschule. Als wir schließlich bei einer Straße ankamen, warteten wir auf ein Aluguer und fuhren schließlich auf der Bank hinten auf dem Pickup über eine sehr holprige Strecke nach Tarrafal.

Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta - Eisvogel Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra MalaguetaWanderung in der Serra Malagueta - Anneli mit unserem Guide Wanderung in der Serra Malagueta Wanderung in der Serra Malagueta

Am letzten Tag machten wir zusammen mit Cordula noch eine Bootstour, die wir bei Rosi am Strand gebucht hatten. Sie ist aus Italien nach Tarrafal ausgewandert, betreibt eine mobile Strandbar, ihren kleinen Sohn immer an ihrer Seite,und vermittelt Touren. Unsere wurde von ihrem kapverdischen Freund geleitet, der uns an der Küste entlang auf einem Fischerboot fuhr und uns die Insel aus einer anderen Perspektive zeigte. Auch einen Schnorchelstopp machten wir, nach dem wir uns ohne Leiter zurück ins Boot hieven mussten.

Bootstour BootstourBootstour - Die Kühe haben einen guten Ausblick Bootstour Bootstour - Schnorchelstopp Bootstour - zurück nach Tarrafal

Am Abend aßen wir noch in einer Bar am Meer, bevor wir zum Flughafen abgeholt wurden. Gegen Mitternacht ging der Flug zurück nach Frankfurt, wieder über Lissabon, dieses Mal aber ohne längeren Zwischenstopp. Zurück in Deutschland freute ich mich sehr auf das Essen, aber die Zeit auf den Kapverde Inseln war sehr schön. Vor allem die tolle Natur in den Bergen ist mir sehr in Erinnerung geblieben, aber auch die freundliche und selten aufdringliche Bevölkerung.

Sonntag, 25.01.2015

Dubai (Vereinigte Arabische Emirate)

Von Anneli

Nach vier Tagen in Singapur ging es weiter nach Dubai, der größten Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Stadt hat etwa 2,1 Millionen Einwohner, 85% davon allerdings Zuwanderer. Morgens um 5:30 Uhr klingelte der Wecker, nach nur 4h Schlaf… Schnell noch Frühstück machen zum mitnehmen und dann ab zum Flughafen. Nur um dort dann festzustellen, dass unser Flug eine Stunde Verspätung hat… Da freut man sich 

Vor dem Flug nach Dubai waren wir noch im Kakteen-Garten am Flughafen Singapur, dem einzigen Garten, den ich auf meinem Flug nach Bali dort noch nicht gesehen hatte.

Am Flughafen haben wir dann angefangen Blog zu schreiben und das dann auf dem Flug fortgesetzt. Wir konnten sogar Bilder hochladen, denn bei Emirates gibt es 500MB Internet für 1US$, und das in einer besseren Qualität als in vielen Orten auf unserer Reise.

In Dubai angekommen haben wir dann die Metro zu unserem Hotel genommen. Die Metro dort ist sehr ähnlich zu dem System in Singapur, auch dort fährt sie ohne Fahrer. Wie vieles in Dubai ist sie erst ein paar Jahre alt und wurde in nur drei Jahren gebaut. Später sind wir auch mit der Straßenbahn gefahren, die war sogar erst gut zwei Monate alt.

Nach der Ankunft haben wir nicht mehr viel gemacht, wir waren ziemlich fertig wegen des kurzen Schlafs und der Zeitumstellung, da unsere innere Uhr schon 4h später war. Zum Abendessen suchten wir etwas in unserer Region und fanden ein Restaurant wo sonst nur Einheimische waren, in dem es genau zwei vegetarische Gerichte gab: einen Auberginenmus und einen Salat. Die waren aber sehr gut 

Am nächsten Tag fingen wir das Besichtigungsprogramm dann auch zu Fuß bei uns zu Hause an. Unser Hotel lag in der Altstadt. Viele alte Gebäude gab es dort nicht mehr, aber es ist die Gegend, in der die Siedlung Dubai früher vor dem Erdölboom war. Dort gibt es viele kleine Geschäfte, genannt Souks. Einzelne Straßenzüge oder kleine Gebiete bieten immer hauptsächlich ein Produkt an. Direkt bei uns vor der Tür waren das nicht ganz so traditionelle Produkte, nämlich Autoteile. Bekannt bei Touristen sind vor allem die Gold-Souks und die Gewürz-Souks, denen wir auch einen Besuch abstatteten. Dabei wunderten wir uns etwas, dass wir so vielen Deutschen begegneten, aber als wir später die AIDA im Hafen sahen war uns klar warum.

Moschee in der Nähe von unserem Hotel

Nachdem wir die Souks gesehen hatten sind wir weiter am Fluss entlang gelaufen in Richtung der Straße, die die beiden Seiten des Flusses miteinander verbindet. Leider stellte sich heraus, dass diese ein Tunnel war und man dort als Fußgänger nicht durchkonnte und so mussten wir doch die Metro nehmen. Auf der anderen Seite sollte es mehrere historische Viertel geben, die wir uns anschauen wollten. Das erste Viertel stellte sich allerdings als reine Touristenattraktion heraus. Traditionell gebaute, aber neue Häuser mit lauter Museen. Im zweiten Viertel haben wir dann gar nichts Historisches gefunden und im dritten Viertel gab es dann tatsächlich mal ein paar alte (aber auch wieder ein paar „neu-historische) mit traditionellen Windtürmen, die sehr energieeffizient das Gebäude kühlen 

Gebäude mit Windturm Ausblick auf die

Danach ging es nach „Downtown Dubai“, dem neu erbauten Stadtteil rund um das höchste Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa (828m). Dort ist auch die größte Mall der Welt mit über 1200 Geschäften, in die wir zuerst reingegangen sind um zu essen. Danach war es schon dunkel und wir sind raus zu dem künstlichen See vor der Mall und dem Burj Khalifa gegangen, wo abends immer eine Licht- und Fontänen-Show stattfindet. Die Show läuft von 18:00 bis 23:00 Uhr alle halbe Stunde und dauert normalerweise 2-4 Minuten. Um 19:30 Uhr sahen wir die Show das erste Mal. Es wurde ein Stück klassische Musik gespielt, dazu wurden die Fontänen angeleuchtet und sie bewegten sich im Takt der Musik. Mich hat es ein Bisschen an den Feuerwerkswettbewerb in Hannover erinnert und auch wenn es nicht so schöne bunte Lichteffekte gab, gaben die schwingenden Bewegungen der Fontänen dem Ganzen eine total schöne andere Dimension. Da es so toll war blieben wir zu noch einer Show, und noch einer und noch einer ;-) Am Ende hatten wir von draußen fünf Shows gesehen und jede war anders, mal gab es eher klassische Musik, mal uns bekannte Klassiker (z.B. Time to Say Goodbye), mal arabische Musik. Die Fontänen spritzten übrigens bis zu 150m hoch. Zum Vergleich habe ich mal geschaut, wie viele Gebäude (nicht Antennen / Fernsehtürme) es in Deutschland gibt, die größer sind. Es sind genau 15, davon 14 in Frankfurt. Ist also schon ganz schön hoch.

Ausblick auf einen Teil der Skyline hinter dem künstlichen See vor dem Burj Khalifa Burj Khalifa Spitze (ganz hat er nicht auf das Foto gepasst, ist zu groß ;)) Fontänen-Licht-Show Fontänen-Licht-Show

Danach wurde es für uns Zeit zum Anstellen an dem Einlass, um auf den Burj Khalifa zu fahren. Vorher musste man sich ein Ticket für eine bestimmte Uhrzeit buchen, und da wir nicht so schlau waren das zu machen, bevor wir nach Dubai kamen gab es nur noch Tickets super früh am Morgen oder ab 10:00 Uhr abends. Nach einer Sicherheitskontrolle ging es hinauf in den 124. Stock, wo es eine Aussichtsplattform in eine Richtung und durch Fenster einen 360°-Blick gibt. Von dort oben genossen wir den fantastischen Ausblick auf die Stadt, nur direkt nach unten schauen fand ich etwas unheimlich. Auch von oben konnte man die Wassershow sehen. Von dort war sie allerdings ganz anders. Während von unten besonders die Bewegungen der Fontänen schön anzuschauen waren, sah man von oben das Gesamtbild und wie die Fontänen nacheinander erleuchtet wurden.

Ausblick auf einen Teil der Stadt vom 124. Stockwerk des Burj Khalifa Wir auf dem Burj Khalifa Die Fontänen-Licht-Show von oben Die Fontänen-Licht-Show von oben

Nach Mitternacht nahmen wir die vorletzte Bahn zurück zum Hotel, daher kamen wir am nächsten Tag erst etwas langsamer in Gang. Erst am Nachmittag machten wir uns auf den Weg in Richtung des Meers. Zuerst fuhren wir an den Strand, wo es sehr viele Restaurants gibt, von denen wir uns eins aussuchten. Danach wollten wir weiter zur Palmeninsel. Das ist eines der berühmten Landgewinnungsprojekte Dubais, bei dem das Land in Form einer Palme aufgeschüttet wurde. Leider stellte sich heraus, dass die Bahn dorthin nur bis 10:00 Uhr abends fuhr, also nur noch eine halbe Stunde. Außerdem war der Ticketpreis nicht in unserer Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel inbegriffen. Daher dachten wir uns, wir laufen einfach ein Stück auf die Insel und zurück und gehen dann nach Hause. Dabei hatten wir aber nicht an die fußgänger-unfreundliche Stadt Dubai gedacht, die zur Insel nur eine Straße und eine Bahn gebaut hat…

Also fuhren wir wieder zurück. Auf dem Rückweg wollten wir noch einen Blick auf das Hotel Burj al Arab werfen, das das luxuriöseste der Stadt sein soll. Eine Übernachtung kostet ein paar 1000 Euro, es gibt nur Suiten und keine einfacheren Räume und der Flughafentransfer erfolgt wahlweise mit dem Rolls Royce oder dem Hubschrauber. Auf dem Bild unten sieht man auch den Hubschrauberlandeplatz, der oben aus dem Gebäude rauskragt. Der Weg von der Metro dorthin war doch weiter als gedacht und so machten wir auf halbem Weg ein Foto und drehten wieder um.

Unser Blick auf das Burj Al Arab

Am letzten Tag wollten wir noch einmal einen anderen Aspekt des Emirats sehen und hatten daher eine Wüstentour gebucht. Nachmittags wurden wir abgeholt. In ein Auto passten sechs Leute und außer uns war noch eine Familie mit einem Mann, drei vollverschleierten (Burka) Frauen und einem vierjährigen Sohn aus Saudi Arabien dabei. Wobei wir nicht wussten, wie die Familienverhältnisse waren (Schwestern? Freundinnen? Drei Frauen von demselben Mann?). Wir fuhren raus aus der Stadt und dann ging es ab in die Dünen auf eine Art Achterbahnfahrt im Auto, genannt Sanddune Bashing. Wir fuhren rauf und runter, drifteten manchmal etwas und rutschten seitlich fast 45° gekippt die Dünen runter. Da war ich ganz froh zu wissen, dass es einen Überrollbügel gibt. Nach etwa 20 Minuten machten wir einen Stopp, um Fotos bei Sonnenuntergang zu schießen. Danach ging es weiter durch die Dünen und auf die Straße, von wo aus man nochmal schön den Sonnenuntergang sah. Schließlich fuhren wir wieder durch die Dünen zu einem Touristen Camp.

Wüste bei Dubai Gregor in der Wüste Fahrzeug, das durch die Sanddünen Sonnenuntergang hinter den Dünen

Dort konnte man sich kostenlos mit Henna bemalen lassen, was ich ausprobierte. Danach gingen wir zu unserem Tisch, wo es Abendessen geben sollte. Dort waren die Saudi Arabier schon und wir machten etwas Small Talk und ich wurde um ein Foto mit einer der Frauen gebeten. Attraktion westliche, unverschleierte Frau . Dann fragten sie mich, ob ich mit Kamel reiten möchte und ich dachte mir, warum nicht  Die Frage war mit Google Translate übersetzt und lautete in etwa „We want to ride camel. Do you want to go brighter?“ Während wir auf die Kamele warteten begann im Camp eine Tanzshow, die die Männer gemeinsam anschauten. Frauen- und Männerprogramm also, schön tarditionell . Von draußen sahen wir aber auch etwas und zum Bauchtanz waren wir dann auch wieder da.

Bemalung mit Henna Fertige Henna Bemalung. Die Frau wollte aus irgendeinem uns unbekannten Grund unbedingt mit aufs Foto :D Tanzshow Tanzshow mit Licht Tanzshow (Bauchtanz)

Danach gab es ein leckeres arabisches Buffet und dann sind wir auch schon wieder zurückgefahren. So hatten wir an unserem letzten Abend nochmal ein schönes Erlebnis!

Insgesamt fanden wir vier Tage in Dubai fast zu lang. Besonders toll fanden wir den Burj Khalifa und die Fontänen-Show. Interessant sind auch die Landgewinnungsobjekte, aber wenn man tagsüber nicht an den Strand zum Baden geht, sind die Aktivitäten etwas begrenzt. Abends gibt es aber viele nette Gegenden und Restaurants. Man merkt deutlich, dass die Stadt nicht gewachsen ist, dadurch gibt es ziemlich zerstreut zwischen den Industriegebieten immer mal wieder ein ganz nettes Wohnviertel am Strand. Trotzdem war die Stadt noch einmal ein interessanter Kontrast zu Südostasien und auch unser erster Besuch in einem arabischen Land.

Am nächsten Morgen konnten wir dann gemütlicher aufstehen als in Singapur, mittags um halb drei ging der Flug nach Frankfurt. Beim Start hat man nochmal gut erkannt wie der Burj Khalifa alle seine benachbarten 200-300m hohen Wolkenkratzer überragt. Nun sitze ich in diesem Flug und schreibe den Blog. Ich habe zwar sogar wieder Internet auf dem Flug, aber leider mag die Seite vom Auslandsblog dieses Mal nicht, weshalb ich den Blog wohl später hochladen muss.

Aussicht auf die Skyline beim Rückflug

Insgesamt war es ein schöner Urlaub. Für mich war er etwas getrübt von meiner Magen-Darm Erkrankung, durch die ich mehrere Tage flach lag und danach noch lange nicht richtig Appetit hatte, besonders nicht auf vietnamesisches Essen. Auch haben wir leider weniger Natur gesehen, als geplant. Nun ist es ein etwas seltsames Gefühl, nach 7,5 Monaten wieder nach Hause zu kommen. Es war eine sehr lange Zeit, in der ich sehr viele verschiedene Dinge erlebt habe. Im Moment freue ich mich aber einfach, meine Familie und Freunde in Deutschland wiederzusehen, selber zu kochen, Käse und gute italienische Pizza zu essen und beim Essen nicht immer Angst vor Keimen haben zu müssen. Ich fand es sehr schön, dass so viele Menschen meinen Blog verfolgt haben, insgesamt gab es 51 Blogeinträge und fast 3000 Besucher (Klicks)! Bis hoffentlich bald!

Mittwoch, 21.01.2015

Singapur

von Gregor

Am Samstag den 17.01. sind wir von Hanoi nach Singapur geflogen. Ein Stadtstaat am Südzipfel von Malaysia, daher keine Länderangabe in der Überschrift!

Wie Ihr der folgenden Menge an Bildern entnehmen könnt, hat es uns dort gefallen. Eine Großstadt mit asiatischem Flair aber trotzdem funktionierendem Straßenverkehr ohne Kamikazeroller, dafür mit Gehwegen die den Namen auch verdienen und sogar einem guten U-Bahn-Netz! Wenn die letzten Großstädte die man gesehen hat Hanoi, Saigon und Phnom Penh waren, empfindet man diese Eigenschaften als besonders wohltuend.

Wegen etwas Durcheinander in der Hotelbuchung hatten wir eine Nacht in einem Hotel in Little India und die weiteren drei Nächte in einem Homestay, das sich auch als Quasi-Hotel entpuppt hat. Samstags Abends sind wir nur noch etwas durch Little India gestreift und haben ein indisches Buffet für das Abendessen gefunden.

Sonntags haben wir uns die verschiedensten Stadtviertel angeschaut. Los ging es mit Kampong Glam, dem arabisch geprägten Viertel.

Straße in Kampong Glam

Dann ging es nun bei Tag durch Little India mit seinen alten aber bunten Kolonialbauten.

Straße in Little India

In Chinatown war schon für das chinesische Neujahr am 20.02. geschmückt. Dort gab es einen hindustischen Tempel mit Eingangsturm zu sehen.

Hinduistischer Tempel in Chinatown

Chinatown

Auch einen großen buddhisischen Tempel gibt es dort. Auf den verschiedenen Stockwerken befinden sich der Andachtsraum unten sowie ein Museum darüber. Es wurde vom Bau des Tempels in Singapur berichtet, vom Buddhismus allgemein und es waren besondere Buddhastatuen ausgestellt. Auf dem Dach konnte man noch einen Garten besuchen. Im gesamten Tempel waren überall kleine Buddhastatuen aufgestellt, viele 10.000, die man kaufen konnte. Dann wurde der Name des Käufers darunter geschrieben aber der Buddha blieb dort.

Buddhistischer Tempel in Chinatown

Gegen Abend waren wir noch in der Gegend um die Orchard Road. Hier ist eine Mall an die nächste gereiht und man findet Essen und Trinken aus jeder Ecke der Welt! Danach fuhren wir zum Clarke Quay, dort ist das Nachtleben sehr pulsierend. Hier gibt es Bars für jeden Geschmack und Bungee-Kugeln, mit denen man durch die Luft geschossen wird. Außerdem hat man schon zwischen den Wolkenkratzern hindurch einen Blick auf das Marina Bay Sands Hotel.

Montag sind wir in den Singapore Zoo gegangen, beziehungsweise zuerst in die River Safari, die wie die Night Safari und der Bird Park dem Zoo angegliedert ist, aber extra Eintrittsgeld verlangt. Wir haben also zwei der vier möglichen Teile des gesamten Zoo-Zusammenschlusses gesehen. Die River Safari war sehr gut erklärt und man ist von einer Fluss-Nachbildung zur nächsten gegangen und konnte die spezifischen Tiere bestaunen. Es waren der Mississippi, der Kongo, der Amazonas, der Nil, der Yangtse, der Mekong und der Ganges nachgebildet. Die vielen Fische waren in ihrem Artenreichtum und ihrem teils ungewohnten Aussehen interessant aber leider schwierig zu fotografieren wegen der reflektierenden Glasscheibe, daher hier überwiegend die Landbewohner der Flussregionen:

Panda in der River SafariAffeKrokodil

Da man auf einem Weg und einer kleinen Bootstour an allen Gehegen und Aquarien vorbeikommt ist die River Safari sehr übersichtlich und nach gut drei Stunden waren wir durch und konnten uns dem eigentlichen Zoo widmen. Zu allererst ging es zu dem speziellen Tier, für das der Singapore Zoo bekannt ist: Dem weißen Tiger.

weißer Tiger im Zoo

Bei ungefährlichen Tieren waren die Gehege sehr offen gestaltet, sodass der Emu schon mal den Weg kreuzte um vom linken in den rechten Teil zu kommen.

Emu im Australienabschnitt

Die Elefanten haben eine Show gemacht und mit Wasser gespritzt.

Elefantenshow

Sie haben sich auch füttern lassen. Dabei ging der Rüssel in enormem Tempo zwischen den Zuschauern und dem Maul hin und her.

Elefantenfüttern

Ein Waran wird hier auch nicht eingesperrt, sondern kann sich zum Sonnen auf den Gehweg legen, der eigentlich für die Besucher gedacht ist. Wenn man ihm zu Nahe kommt macht er aber etwas widerwillig Platz.

Waran beim Sonnen auf dem Weg

Affen gab es in viele verschiedene Arten im Zoo.

Affen

Papageien, Enten, Flughunde und viele weitere Vögel und auch Affen waren in einem großen speziellen Haus untergebracht, in das die Besucher hineingehen konnten.

PapageienFlughund

Im Savannen-Abschnitt des Zoos gab es auch die bekannten afrikanischen Tiere.

LöweGiraffenZebra

Dienstag haben wir die Bay Area besichtigt, angefangen beim Singapore Flyer, dem zweitgrößten Riesenrad der Welt. Zum Vergleich: Der Singapore Flyer ist 165m hoch, The High Roller in Las Vegas ist 168m und das Riesenrad auf dem Wiener Prater ist 65m hoch. 

Anneli vor einem Lager des Singapur Flyers

Wenn man direkt darunter steht ist die Konstruktion und die Größe sehr beeindruckend! Und wie das überall in Asien und besonders in Sigapur üblich ist, baut man um eine Attraktion auch eine Mall und einen Regenwaldgarten herum.

Kabine des Singapur FlyersRIESEN-Rad

Direkt neben dem Singapore Flyer ist das Formel 1 Pitbuilding, also die Boxengasse, und die Zuschauertribühne. Im nächsten Bild in gelb zu erkennen. Ein Stück sind wir auch auf der Rennstrecke gelaufen aber am Pitbuilding selbst gab es nicht viel zu sehen. Der größte Teil des Großen Preises von Singapur der Formel 1 wird auf sonst öffentlichen Straßen ausgetragen. Im restlichen Jahr ist außer der einen Kurve direkt nach Start/Ziel und dem Pitbuilding davon nichts zu sehen.

Singapur Flyer

Ein Stück weiter hatte man dann einen guten Ausblick auf die Marina Bay Area. Angefangen mit der Helix-Bridge links, die Fussgänger in einem sanften Schwung über die Bucht bringt und dem Marina Bay Sands Hotel, das aus drei Türmen besteht, die oben mit einer brückenartigen Konstruktion verbunden sind, in der sich ein riesiger Infinity-Pool befindet. Direkt davor sind die Marina Bay Mall, eine Luxusmall mit Casino und die Lotusblüte, das Arts-Science-Museum.

Marina Bay Sands Hotel etc.

Auf der Rückseite des Hotels befinden sich die Gardens by the Bay mit ihren markanten Flower Domes.

Flower Domes der Gardens by the Bay

Abends sieht die imposante Architektur in dieser Gegend nochmals beeindruckender aus. Der Singapore Flyer blinkt in allen Farben.

Singapur Flyer

Der Supertree Groove in den Gardens by the Bay wird passend zu Musik abwechslungsreich illuminiert.

Supertree Groove in den Gardens by the Bay

Unser Abendessen an diesem Tag bestand aus Schokolade und Käse in Form eines Buffets. Das Chocolate and Cheese Buffet wurde uns empfohlen, da es auf der Aussichtsplatform des Marina Bay Sands Hotels war. Leider ist es zwei Tage bevor wir kamen umgezogen, zwei Stockwerke tiefer. Hier ist man vor Wind und Wetter geschützt und die Aussicht ist fast genauso gut. Man kann sich nur kaum zwischen dem nächtlichen Ausblick auf die Skyline und dem Ausblick auf die Unmengen an Schokolade und Käse entscheiden.

Schokobuffet ;-DKäsebuffetmehr Schokobuffet

Gut gesättigt haben wir noch eine kleine nächtliche Fototour unternommen.

Wir vor der SkylineMarina Bay Sands Hotel etc.

Mittwoch hieß es dann früh aufstehen um zum Flughafen zu fahren und nach Dubai zu fliegen.

Dabei hätte es in Singapur noch viel zu sehen gegeben. Hierher werden wir bestimmt nochmal wiederkommen!

Samstag, 17.01.2015

Hanoi und Halong Bucht (Vietnam)

Auf dem Flug von Singapur nach Dubai hatten wir Zeit zum Blog schreiben, daher gibt es heute gleich zwei Beiträge, unten ist der vorhergehende über Hue von Gregor.

Von Anneli

Am 14.01. sind wir mittags in Hanoi angekommen. Am 17.01. war für morgens unser Flug nach Singapur gebucht, daher hatten wir nur noch 2,5 Tage in Vietnam. Eines der Ziele in Vietnam, wo wir auf jeden Fall hinwollten war die Halong-Bucht. Diese liegt noch nördlich von Hanoi, schon fast an der Grenze zu China. Also gingen wir direkt nach dem einchecken im Hotel in ein Reisebüro und suchten uns eine der gefühlt 1000 Touren dorthin aus und buchten eine zwei-Tages Tour für den nächsten Morgen.

Einen halben Tag hatten wir also noch in Hanoi und den nutzten wir mit etwas Sightseeing. Den Literaturtempel hatten wir in Hue nicht gefunden und so wollten wir den von Hanoi besichtigen. Bevor der Kaisersitz im 19. Jahrhundert nach Hue verlegt wurde, war Hanoi schon einmal Hauptstadt und dort wurden die Mandarinats-Prüfungen für die Staatsbeamten abgehalten.

Auf dem Weg dorthin mussten wir die Bahnstrecke überqueren und so sahen wir uns nach einer Brücke oder Unterführung um. An der Stelle wo die Bahn auf der Karte eingezeichnet war, war aber nichts in der Art zu sehen. Bis wir quasi auf den Schienen standen und feststellten, dass man dort einfach drüber gehen kann. Hinter dem Bahnhof führt die Bahnlinie dann mitten durch die Häuser und als wir dort ein bisschen entlanggingen fanden wir auch einige Hühner, die dort nach fressbaren Pflanzen suchten.

Bahnstrecke durch Hanoi

Der Tempel war dann ganz nett, es gab einige alte und einige neue Gebäude, Statuen von Konfuzius und anderen Gelehrten und einen schönen Garten.

Eingang zum Literaturtempel in Hanoi Konfuzius-Statue im Literaturtempel Im Literaturtempelkomplex

Als nächstes wollten wir durch das französische Viertel mit alten Kolonialvillen schlendern. Einige Villen sahen wir auch, beim Schlendern gibt es in Hanoi allerdings ein großes Problem: den Verkehr. Es ist was das angeht eine der chaotischsten Städte auf unserer Reise. Man muss einfach immer auf den Verkehr achten, da man eigentlich immer auf der Straße läuft. Die Fußwege sind mit Rollern zugeparkt, es stehen Restaurantstühle davor, sie sind mit Waren vollgelegt oder es wächst gerade ein Baum darauf. Es gibt Ampeln, aber die werden nur als grobe Richtlinie betrachtet und das auch nur von Autos. Roller fahren wie sie wollen. Dazu kommt dann noch ein sehr an den Nerven zehrendes konstantes Hupkonzert, insbesondere die sirenenartigen Hupen der Busse sind anstrengend. Über die Straße kommt man meistens nur, wenn man einfach langsam losgeht und die Roller dann um einen drumherum fahren.

Oper Hanoi Altes Kolonialgebäude, heute ein Museum

Auf dem Rückweg kamen wir dann am Hoan Kiem See vorbei, der ganz idyllisch sein soll. Zumindest gab es einen Fußweg, das Hupen war leider immer noch zu hören. Aber das sieht man ja auf den Fotos der Brautpaare nicht.

Eines der vielen Brautpaare am See beim Fotoshooting Hoan Kiem See

Daher waren wir am nächsten Morgen froh, wieder aus der Stadt rauszukommen. Absolut pünktlich (eine Seltenheit) wurden wir morgens abgeholt, fuhren dann etwas im Kreis bis alle anderen Teilnehmer der Tour auch abgeholt worden waren und verließen dann Hanoi in Richtung Norden. Unser Guide nannte sich Kenny und ging uns relativ bald auf die Nerven. Am Anfang erzählte er vor allem allgemeine Dinge über Vietnam, die wir eigentlich schon alle wussten. Aber gut, manche Teilnehmer (über die Hälfte aus Korea) waren auch gerade erst in Vietnam angekommen. Er brachte ständig irgendwelche poetischen Beschreibungen, die sehr auswendig gelernt klangen, gerne auch mehrere Beschreibungen für eine Sache. Zwischendrin stellte er dann noch rhetorische Fragen, auf die er aber eine Antwort erwartete und machte gaaaanz lustige Witze… Aber es gibt Schlimmeres.

Dreieinhalb Stunden dauerte die Fahrt zur Halong Bucht, dann konnten wir auf unser Schiff, auf dem wir auch die Übernachtung gebucht hatten. Das große Boot lag im etwas tieferen Wasser und konnte mit einem Beiboot erreicht werden. Dort konnten wir dann einchecken und Mittag essen, dabei fuhren wir schon in die Halong Bucht rein. Und die Landschaft war wunderschön, überall ragen Felsen aus dem Meer. Früher war das Gebiet ein Gebirge, die Felsen sind quasi die Bergspitzen von damals und das Gebirge liegt nun unter dem Meeresspiegel (wie uns unser Guide netterweise zehnmal erzählt hat). Die Wassertiefe variiert sehr stark und es gibt viele verschiedene abgetrennte Becken, dadurch ist das Wasser extrem ruhig.

Unser Boot Wir auf dem Sonnendeck in der Halong-Bucht Aussicht aus dem Boot (Halong-Bucht)

Als erstes ankerten wir vor einer Insel, deren Bergspitze wir über 400 Stufen erklimmen konnten. Von dort hatte man einen tollen Ausblick, allerdings gegen die Sonne. Am Strand hätte man auch baden können, allerdings war es schon recht frisch. Auf der Insel gibt es auch Affen, die in der Hoffnung auf Fressen den Berg herunterkommen, wenn Touristen da sind. Und Boot fahren sie auch gerne.

Ausblick vom Berg auf die Halong-Bucht Ausblick von der Insel auf die Halong-Bucht Affen beim

Danach gab es an Board vietnamesischen Wein und frisches, regionales Obst. Der Wein bestand nicht nur aus Trauben-, sondern auch aus Maulbeerensaft. Der asiatische Wein bringt immer wieder Überraschungen!

Tropische Früchte mit Maulbeer-Trauben-Wein

Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann noch zu den „Black and White Caves“ gefahren, zwei Höhlen, durch die man mit dem Boot durchfahren konnte. Wir haben uns dafür entschieden selber zu paddeln, statt uns fahren zu lassen. Dieses Mal hatten wir im Gegensatz zu Dalat auch ordentliche Kayaks, mit denen wir uns nicht ständig im Kreis drehten. Das Paddeln war echt toll, das Wasser war spiegelglatt und außer uns kaum andere Leute unterwegs. Nachdem wir durch die zweite Höhle gefahren waren, waren wir sogar alleine in einem abgetrennten Meerabschnitt und genossen die Ruhe, bevor wir zurückfuhren.

Paddeln auf der glatten Bucht Paddeln durch eine Höhle hindurch

Am nächsten Morgen standen wir früh auf, um den Sonnenaufgang zu sehen. Der Himmel wurde sogar mal etwas rosa, allerdings sahen wir wegen der Felsen vor der Sonne diese nicht aus dem Meer aufsteigen wie ein Eidotter (das hatte unser Guide uns am Vorabend versprochen). Irgendwann kam die Sonne dann allerdings hinter den Felsen hervor, nur um gleich darauf wieder „unterzugehen“, da wir weiterfuhren und die nächste Bergspitze die Sonne wieder verdeckte. So hatten wir quasi ganz oft Sonnenaufgang 

Vor dem Sonnenaufgang Die Sonne geht zum ersten Mal auf Morgen in der Halong-Bucht

Nach dem Frühstück ging es dann in die größte Höhle in der Halong Bucht. Wie unser Guide nicht müde wurde uns zu erzählen, hat sie einen sehr kleinen Eingang, aber ist innen sehr groß, weshalb sie übersetzt Überraschungs-Höhle heißt. Nachdem wir diese Information zum dritten Mal erzählt bekommen hatten, erkundeten wir die Höhle lieber unabhängig vom Guide und machten in Ruhe Fotos von der wirklich beeindruckend großen Höhle mit interessanten Steinformationen.

Überraschungs-Höhle Überraschungs-Höhle Ausblick vom Ausgang der Höhle

Nach der Besichtigung ging es dann leider schon wieder zurück an den Hafen. Wir wären gerne noch länger in der Bucht geblieben. Stattdessen durften wir zurück in die Großstadt Hanoi, was für den letzten Abend nochmal ein absolutes Kontrastprogramm war. Am nächsten Morgen ging es dann an den Flughafen und nach Singapur. 19 Tage waren wir in Vietnam und irgendwie war es viel zu kurz. Wir haben zwar viele Städte gesehen, aber es gibt noch einiges an Natur, was wir gerne noch gesehen hätten. Falls wir jemals wieder nach Vietnam kommen sollten gibt es auf jeden Fall noch genug zu tun!

Dienstag, 13.01.2015

Hue (Vietnam)

Auf dem Flug von Singapur nach Dubai hatten wir Zeit zum Blog schreiben, daher gibt es heute gleich zwei Beiträge, oben ist der anschließende über Hanoi von Anneli.

Von Gregor

Montags, am 12.01., sind wir erst abends in Hue angekommen. Die Busfahrt hat für die kurze Fahrt vergleichsweise lange gedauert, da wir erst eine Dreiviertelstunde durch Hoi An gefahren sind bis alle Passagiere eingesammelt waren und wir auch unterwegs ständig halten mussten, weil irgendwer noch mitfahren oder ein Paket mitschicken wollte.

Dienstags haben wir uns Fahrräder gemietet um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der letzten Kaiserstadt Vietnams zu erkunden. Zuerst allerdings haben wir im Bahnhof die Zugtickets gekauft für den Nachtzug nach Hanoi. Der nächste Transfer sollte uns nicht nur von A nach B bringen, sondern wir wollten dabei auch gut schlafen. Also haben wir für den Nachtzug zwei Softsleeper gebucht. Dann konnten wir Hue unsicher machen.

Unsere erste Sehenswürdigkeit an diesem Tag war ein altes Kloster etwas außerhalb der Stadt. Es war das Kloster aus dem der Mönch stammte, der sich selbst aus Protest gegen die Unterdrückung von Buddhisten in Vietnam mitten auf einer belebten Kreuzung in Saigon angezündet hat. Dieses Ereignis ging in den 1970ern durch die Presse der ganzen Welt.

Kloster in HueRäucherstäbchen

Von dort aus wollten wir weiter zu einem Tempel radeln. Leider haben wir den aber nicht gefunden, sondern nur untouristisches vietnamesisches Vorstadtleben. Dabei haben einige Kinder an uns ihre Englischkenntnisse ausprobiert und uns wahllos irgendwelche Fragen zugeworfen. Außerdem fand mal wieder wie so oft eine Hochzeit in einem Zelt direkt an, beziehungsweise auf der Straße, statt.

Hochzeitszelt

Die Hauptsehenswürdigkeit in der relativ kleinen Stadt Hue ist der alte Kaiserpalast. Er diente bis 1945, als der letzte Kaiser die Regierungsgeschäfte abgab, den Kaisern mit ihren Beratern als Regierungssitz sowie der kaiserlichen Familie mit den Konkubinen als Wohnsitz. In den Kriegen wurden viele Teile des Palastes zerstört, die erst jetzt nach und nach wieder rekonstruiert und aufgebaut werden. Direkt hinter dem Eingang hat uns ein Elefant begrüßt (Foto extra für Mareike):

grüner Elefant

In dem inneren Bereich, der der kaiserlichen Familie vorbehalten war, gab es mehrere schöne, kleine Pavillons aber auch größere Hallen sowie Gärten.

Pavillon im KaiserpalastHalle im KaiserpalastGarten im KaiserpalastAnneli im Kaiserpalast

Sogar ein eigenes Theater hat sein Platz im Palast und heute gibt es auch wieder Aufführungen.

Bühne im kaiserlichen Theater

Abschließend haben wir in Hue noch die katholische Kathedrale besichtigt. Zu dem klassischen Baustil von Kathedralen, fanden wir, passen die asiatischen Elemente wie der achteckige Turm auch ganz gut.

katholische Kathedrale in Hue

Nach dem Abendessen ging es dann wieder zum Bahnhof, diesmal aber um tatsächlich den Zug zu nehmen, der uns in über 14 Stunden Fahrt durch die Nacht und den Morgen in die Hauptstadt Vietnams, Hanoi, bringen sollte.

Man konnte in den Abteilen tatsächlich immer mal wieder schlafen. Durch das abrupte Bremsen in jedem Bahnhof und das ständige Hupen des Zuges ist man aber immer wieder aufgewacht. Und gefühlt hat er in jedem noch so kleinen Ort auf dem Weg gehalten und es gab alle paar Meter unbeschrankte Bahnübergänge, die Grund zum Hupen boten. Außerdem ist der Zug streckenweise nur in Schrittgeschwindigkeit durch belebte Einkaufsstraßen und direkt über Marktplätze durch die Orte gerollt.

Gegen Mittag sind wir dann in Hanoi angekommen und was wir da erlebt haben, könnt ihr gleich oben weiterlesen.

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